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Beauty & Pflege

Erfrischung bitte!

Erfrischung (© Moisés Rodríguez Sánchez - iStockphoto)
Erfrischung (© Moisés Rodríguez Sánchez - iStockphoto)

Ihnen ist zu heiß, es rinnt der Schweiß? So kommen Sie gut durch die Sommertage. // Leo Frühschütz

Die Nacht hat keine Abkühlung gebracht. Der Wecker klingelt um sechs Uhr morgens und das Thermometer zeigt schon wieder 28 Grad. Das Laken ist nassgeschwitzt, der Körper träge und die Gedanken buchstabieren in Zeitl-upe das Wort: D...u...s...c...h...e!!! Schließlich prasselt das Wasser auf die Haut – nicht gerade eiskalt, aber doch ein wenig erfrischend. Das Duschgel schäumt auf, ein Duft kitzelt in der Nase. Aaahhh, das tut gut! Die Düfte in Naturkosmetik – natürliche ätherische Öle – wirken nicht nur auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Die Aromatherapie nutzt sie sogar für medizinische Zwecke. So kann der Duft von Zitronenöl erfrischen, beleben und aufmuntern, das gilt ebenso für andere Zitrusdüfte wie Verbene, Limone oder Mandarine.

Der Grund dafür, dass in der Hitze Nordafrikas so viel Pfefferminztee getrunken wird, ist ebenfalls das Aroma: Das ätherische Pfefferminzöl wirkt stark abkühlend. Klar, dass sich diese Düfte auch in sommerfrischen Duschgelen finden und für einen coolen Start in den Tag sorgen.


Durstlöscher für die Haut

Erfrischung (© Chris Gramly - iStockphoto)
(© Chris Gramly - iStockphoto)

Langsam abtrocknen, nicht ins Schwitzen kommen, bedächtig Gesicht und Körper eincremen. Reichhaltige Cremes, die uns in der kalten Jahreszeit vor rauer Witterung und trockener Heizungsluft geschützt haben, sind jetzt passé. Zudem produziert unsere Haut bei Wärme mehr Fett als im Winter. Deshalb muss die Sommer--Lotion leicht sein, wenig Fett, dafür viel Feuchtigkeit enthalten. Schließlich hat auch die Haut im Sommer Durst. Pflanzliche Hyaluronsäure, Glycerin und Aloe vera tragen dazu bei, dass die Feuchtigkeit der Lotion oder des Gels lange in der Haut bleiben.

Weil Hitze und Sonnenstrahlung die Haut stressen, braucht sie auch Nährstoffe und viele Antioxidantien, die Sonnenschäden in ihren Zellen reparieren. Hochwertige Samenöle und Pflanzenextrakte übernehmen in den Cremes diese Aufgabe. Ebenso freut sich die Haut über Schutz von innen. Karotten, Tomaten, Salate und viel frisches Gemüse, angemacht mit Olivenöl oder einer leichten Joghurtsauce, sind nicht nur ein gut verdauliches Sommeressen. Sie liefern auch der Haut wichtige Antioxidantien und lassen sie von innen heraus strahlen.


Das hält frisch

• Kaffee erhöht die Pulsfrequenz und wirkt schweißtreibend. Grüner Tee mit Minze ist im Sommer der bessere Wachmacher.

• Und: Zimmerwarm halten Kräutertees länger frisch. Eiskalte Getränke wirken nur kurz – sie regen den Körper dazu an, mehr Wärme zu produzieren.

• Ein kaltes Fußbad kühlt den ganzen Körper ab, abends vor dem Zubettgehen, aber auch mal untertags.

• Auch ein kühles feuchtes Tuch im Nacken wirkt Wunder.

3 Fragen zum Sommer-Make-up an ... Claudia Ehle

Claudia Ehle
Claudia Ehle ist Naturkosmetikerin,
Heilpraktikerin und Buchautorin.
www.claudiaehle.com

1 Wie sieht ein leichtes Sommer-Make-up für heiße Tage aus?

Claudia Ehle: Am besten verwenden Sie eine leichte Foundation, ein leichtes Feuchtigkeits- oder Puder-Make-up oder eine leichte getönte Tagescreme. Reichhaltige Make-ups oder als regenerativ ausgelobte Cremes sind für heiße Tage zu fetthaltig. Die Partikel vermischen sich dann mit dem Schweiß zu einer schmierigen Schicht, die leicht verläuft. Make-up- Fluids halten da besser. Um den Schweiß in Grenzen zu halten, empfehle ich, die Haare nach hinten zu binden und mit Haarbändern als Schweißbremse zu arbeiten. 

Braucht Man einen zusätzlichen Sonnenschutz?

Claudia Ehle: Ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist nur bei einem längeren Aufenthalt an der Sonne notwendig. Für die kurzen Alltagswege an der Sonne genügt der Schutz, den die mineralischen Pigmente im Make-up bieten. Partikel wie Eisenoxid, Titandioxid oder Zinkoxid reflektieren die Sonnenstrahlen, auch wenn kein Lichtschutzfaktor ausgelobt ist.

Welches Make-up empfehlen Sie für die Augen?

Claudia Ehle: Wenn Sie viel an der Sonne sind und wissen, dass sie schwitzen werden, würde ich auf Lidschatten ganz verzichten und nur dezent etwas Wimperntusche und Eyeliner verwenden. Denn wenn die Partikel des Lidschattens mit dem Schweiß in die Augen geraten, irritiert das die Augen. Abends zum Ausgehen ist Lidschatten kein Problem. 

Effektive Deos, kühlende Sprays

Das ist wichtig bei Hitze: ein wirkungsvolles Deo – aber eines, das ohne problematische Aluminiumsalze auskommt. In Naturkosmetik-Deos halten ätherische Öle und Alkohol die Bakterien in Schach, die den Schweiß zersetzen, wodurch er zu riechen beginnt. Will sich dennoch ein Geruch aufdrängen, fängt ihn ein Geruchsabsorber aus Rizinusöl ab. Im Trend ist ein altes Hausmittel: Natron. Mit Kokosöl und Maisstärke lassen sich daraus sehr natürliche, effektive Deosticks oder -cremes herstellen. Auf Wunsch auch mit einem Hauch Zitronenduft.

Spätestens um 11 Uhr ist der Frischekick vom Morgen verflogen. Jetzt hilft es, eine handvoll kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen – wenn gerade ein Wasserhahn in der Nähe ist. Falls nicht, dann können Sie zu einem Frische-Spray oder einem Gesichtswasser im Zerstäuber greifen. Einfach aus etwa 20 Zentimetern Entfernung übers Gesicht und Dekolleté sprühen, hinten an den Hals und auf die Handgelenke. Der Sprühnebel erfrischt, und der enthaltene Bio-Alkohol sorgt beim Verdunsten für einen angenehmen, kühlenden Effekt. Der Duft frischer Blüten hebt die Stimmung und Heilkräuterauszüge, etwa aus Zaubernuss, beruhigen die Haut. Wenn es möglich ist, stellen Sie das Spray in den Kühlschrank, das steigert den Erfrischungseffekt.

Noch ein paar Stöße aus dem Zerstäuber, reichlich Pfefferminztee und langsam geht es auf den Abend zu. Es wird kaum kühler, doch gefühlt ist die ärgste Hitze vorbei und die Zeichen stehen auf Entspannung. Kurz den Staub und die Hitze des Tages abduschen, Deo auffrischen und zum Ausgehen ein federleichtes Puder-Make-up auflegen: bronze, sommerfarben. Bevor es losgeht, kurz den Eisbeutel aus dem Gefrierfach holen und zwischen die Handgelenke klemmen, direkt am Puls. Mit jedem Herzschlag strömt es kühl durch den Körper. Auf in die Sommernacht.

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