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Beauty & Pflege

Flüssiger Luxus auf unserer Haut

Goldglänzende Öle und verführerische Aromen – das ist flüssiger Luxus wie aus Tausend und einer Nacht. Körper- und Badeöle sind ein Fest für die Sinne und eine Wohltat für Winterhaut. Naturkosmetische Produkte haben dabei einiges mehr zu bieten als die Konkurrenz. // Von Astrid Wahrenberg

„Raus aus dem Alltag“

Ob ein Ölbad in der Wanne bei Kerzenschein oder die Verwöhneinheit mit einem Körperöl – es kommt auf die persönlichen Vorlieben und den passenden Moment an. Hauptsache, man gönnt sich auch im Alltag einmal etwas Gutes. Beides ist an nasskalten Herbst- und Wintertagen Balsam für die Seele. Naturkosmetische Körper- und Badeöle eignen sich wunderbar für diesen kleinen Luxus zwischendurch.

In ihnen steckt das Beste, was die Natur zu bieten hat: Bio-Öle aus Früchten, Nüssen und Samen, alles aus kontrolliert-biologischem Anbau. Diese sind meist kaltgepresst, das heißt ohne Erhitzen gewonnen, was die Inhaltsstoffe schont. Die Rohstofflisten lesen sich wie das Who-is-Who der Speiseöle: Mandel-, Oliven-, Sesam-, Macadamianuss-, Argan- oder Traubenkernöl.

Mit dem Hautfett verwandt

Da könnte man sich ja gleich Salatöl auf die Haut reiben oder ein paar Tropfen davon ins Vollbad geben. Prinzipiell ist das sogar richtig. Denn was uns von innen stärkt, hilft auch von außen. Die Fettsäuren der Pflanzenöle sind mit der chemischen Struktur unseres Hautfetts verwandt. Sie können sich darin auf natürliche Weise integrieren, um die Haut zu erneuern und vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen.

Trocknende Öle ziehen schnell ein

Konventionelle Kosmetikprodukte können da oft nicht mithalten, weil viele von ihnen Paraffine und andere minderwertige Fette aus der Erdölindustrie enthalten. Diese Öle haben mit den natürlichen Hautfetten nichts gemein. Zwar vermitteln sie zunächst ein Pflegegefühl, was aber nur daran liegt, dass sie auf der Oberfläche bleiben. In der Tiefe sind sie wirkungslos, von nachhaltiger Pflege keine Spur.

Neben der strukturellen Ähnlichkeit mit der Haut haben Pflanzenöle noch einen weiteren Pluspunkt: Sie enthalten die Zellschutzvitamine A, E und Beta-Karotin, die freie Radikale unschädlich machen. Und damit die teilweise empfindlichen Ölkomponenten nicht ranzig werden, findet sich auch Vitamin C und manchmal auch Alkohol in den Produkten, um sie haltbar zu machen. Ebenfalls hilfreich bei dieser natürlichen Konservierung sind atherische Öle.

Für die richtige Mischung der Körperöle nutzen Naturkosmetikfirmen modernes Wissen über die Inhaltsstoffe von Pflanzenfetten und deren Wirkung. Ein wichtiges Kriterium ist, wie schnell die öligen Substanzen in die Haut einziehen. Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren (mehr als 50 Prozent) ziehen leicht ein. Dazu gehören beispielsweise Sojaöl, Sonnenblumenöl und Weizenkeimöl. In der Kosmetik bezeichnet man sie als trocknende Öle. Sie sind für fettige Haut geeignet, trockener Haut genügen sie in der Regel nicht. Diese Öle werden allerdings schnell ranzig.

Halbtrocknende Öle enthalten zwischen 20 und 50 Prozent ungesättigte Fettsäuren. Sie ziehen nicht ganz so schnell ein wie trocknende Öle, versorgen die Haut aber mit mehr Fett, was normaler Haut und Mischhaut gut tut. Zu ihnen gehören unter anderem Aprikosen- und Sesamöl. Sie sind nicht ganz so empfindlich wie trocknende Öle.

Nicht-trocknende Öle – dazu gehören beispielsweise Olivenöl, Erdnussöl, Avocadoöl, Mandelöl und Macadamianussöl – enthalten unter 20 Prozent ungesättigte Fettsäuren und brauchen daher noch länger, um in die Haut einzuziehen. Sie eignen sich besonders zur Pflege von trockener und strapazierter Haut. Nicht-trocknende Pflanzenöle sind länger haltbar als die anderen Ölgruppen. Sie reagieren auf Sauerstoff weniger empfindlich.

Öle
Das Sortiment naturkosmetischer Öle, die die Haut verwöhnen, ist groß. Diese Auswahl gibt einen kleinen Überblick: 1. Körperöl Jasmin-Vata (Cosmoveda) mit Tulsi und Jasmin 2. Mediterran Körperöl (Logona) mit Aprikosenöl, Salbei und Rosmarin 3. Aroma-Badeöl „Eros“ (Primavera) mit YlangYlang und Macadamianussöl 4. Wellnessbad „Relaxing“ (Martina Gebhardt) mit Oliven- und Wildrosenöl sowie Johanniskraut 5. Fitness Körperöl (Dr. Hauschka) mit Erdnussöl, Arnika und Birkenblätter-Auszügen 6. Edelstein-Öl „Anti-Stress“ (Farfalla) mit Jojobaöl, in dem Edelsteine angesetzt wurden 7. Badeöl „Verwöhn Dich“ (Lavera) mit Oliven- und Wildrosenöl.

Welches Öl für welchen Zweck?

Aus der Reihe tanzt Jojobaöl, das für jeden Hauttyp geeignet ist. Das teure, flüssige Wachs aus den Früchten des Jojobabaums zieht rasch ein, pflegt die Haut sehr gut und braucht keine Konservierung, da es von Natur aus lange haltbar ist. Es wird gerne als Basisöl in Ölmischungen oder auch pur verwendet.

Je nach Art des Öls oder der Ölmischung eignet sich ein Körperöl für die tägliche Hautpflege nach Dusche, Vollbad oder Sauna – oder für die Körpermassage. Der wichtigste Unterschied: Ein Massageöl soll lange auf der Haut bleiben, damit die Hände gut darüber gleiten. Dagegen soll ein Pflegeöl möglichst schnell in die Haut einziehen und nicht lange darauf kleben. So kann man sich hinterher schnell ankleiden, ohne Flecken auf Shirt oder Bluse zu hinterlassen. Nicht immer ist klar zu erkennen, was ein Massageöl oder ein schneller einziehendes Körperöl ist. Grundsätzlich gilt aber: Überwiegen in der Deklaration nicht-trocknende Öle wie Mandel-, Rizinus-, Oliven- oder Erdnussöl, handelt es sich eher um Produkte, die nicht so schnell einziehen und daher gut für eine Massage geeignet sind.

Auch aus der Reihenfolge der Ölzutaten – und damit ihrem Anteil am fertigen Produkt – kann man Rückschlüsse auf die Eigenschaften eines Körperöls ziehen. Stehen an erster Stelle beispielsweise Soja-, Sonnenblumen- oder Jojobaöl und erst an zweiter oder dritter Stelle Olivenöl, überwiegen die trocknenden Eigenschaften – das Öl zieht meist rasch in die Haut ein. Wenn es schnell gehen soll nach dem Duschen oder Baden, sollte das Öl auf die noch feuchte Haut aufgetragen werden. So entsteht eine Emulsion, die von der Haut besonders gut aufgenommen werden kann.

Körper- und Badeöle sind der kleine Luxus des Alltags, der nicht nur strapazierte Winterhaut mit einem Plus an Pflege verwöhnt, sondern auch die Sinne; dank der Aromen, die die Öle entfalten. Naturkosmetische Produkte punkten dabei mit edlen und unbedenklichen Zutaten – ohne Chemie.

Zeit für mich

Ein warmes Vollbad an kalten Tagen ist Entspannung pur. Die Wärme löst verspannte Muskeln und wärmt von den Fußspitzen bis in die Haarwurzeln. Kommt Öl hinzu, wird die Haut gleichzeitig gepflegt. Und die darin enthaltenen ätherischen Öle verwandeln das Bad fast in eine Aromatherapie. Mit etwas Vorbereitung wird so aus dem Vollbad ein Wellness-Erlebnis:

  • Dafür sorgen, dass man eine Stunde lang nicht gestört wird. Der Familie Bescheid sagen, eventuell Telefonstecker ziehen.
  • Für indirekte Beleuchtung sorgen, das wirkt beruhigend. Am schönsten ist Kerzenlicht.
  • Ein Glas Wein und einen Schmöker in Griffweite stellen.
  • Lieblingsmusik auflegen oder eine CD mit Naturklängen.
  • Nicht länger als 20 Minuten baden, sonst entzieht das Wasser der Haut zuviel Feuchtigkeit.
  • Nach dem Bad die Haut nur leicht abtupfen, damit das Öl darauf bleibt.
  • 20 Minuten „nachglühen“ – warm und wohlig eingepackt auf dem Sofa oder dem Bett ruhen.