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Beauty & Pflege

Ganz sanft zur Baby- und Kinderhaut

© gettyimages,Blend Images- JGI/Jamie Grill

Die Kleinsten haben eine besonders dünne und empfindliche Haut. Deshalb ist die richtige Pflege besonders wichtig. Worauf kommt es an? Hier finden Sie 7 Antworten auf häufig gestellte Fragen. // Anja Reinbothe

1 Badespaß: Womit und wie oft?

Im ersten Lebensjahr braucht der Nachwuchs nicht viel mehr im Wasser als einige Spritzer rückfettendes Babyölbad. Ebenso den Zweck erfüllen ein paar Tropfen neutrales Speiseöl oder aber eine Tasse (Mutter-)Milch.

„Ein- bis zweimal Baden in der Woche reicht vollkommen aus“, erklärt Rike Herkel, beratende Hebamme in der Geschäftsstelle des Deutschen Hebammenverbandes e.V. „Der natürliche Schutzfilm der Babyhaut sollte nicht durch zu häufiges Waschen überstrapaziert werden.“ Die Temperatur des Badewassers sollte um die 37 Grad betragen.

Ansonsten genügt es, das Kind einmal am Tag zu waschen, besonders in den Hautfalten. Bei Kindergartenkindern wird öfter eine gründliche Wäsche fällig. Für die meisten ist es das Größte, am Abend in die warme Wanne zu steigen. Sanfter Naturfarben-Schaum oder Knisterkugeln auf Bio-Basis sorgen für extra viel Badespaß. Die darin enthaltenen pflanzlichen Tenside schäumen zwar weniger, sind aber mild zur Haut und reizen die Schleimhäute nicht.

2 Bitte ohne Brennen! Was kommt in die Haare?

Am besten ein pH-hautneutrales Babyshampoo aus dem NaturkosmetikRegal, geeignet auch für ältere Kinder. Die Mittel haben einen leicht sauren pH-Wert von 5,5 – so wie die Haut – und greifen daher den Säureschutzmantel nicht an.

Milde Zucker- oder Kokostenside unterstützen die Waschkraft. Zwar fabrizieren sie keine Schaumkronen auf dem Kopf, brennen dafür aber auch nicht in den Augen, sodass der Spaß für die Kleinen nicht beim Haare waschen aufhört. In vielen konventionellen Shampoos sorgen hingegen chemische Polyethylenglycole (PEG) für die Reinigungswirkung, welche die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen können.

3 Wann brauchen Babys Creme?

„Babys müssen nicht grundsätzlich eingecremt werden“, meint Rike Herkel. „Hautveränderungen nach der Geburt bessern sich oft von allein.“ Ist die Haut in den Beugen oder unter den Ärmchen sehr trocken, reicht es, sie mit ein wenig Öl einzureiben.

Und wie ist das im Winter? Beobachten Sie möglichst erst einmal, wie die Haut Ihres Babys auf Kälte reagiert. Wenn sie schnell trocken und rau wird, schützt man das Gesicht am besten mit einer Babycreme mit hohem Fettgehalt. Im Naturkosmetik-Regal gibt es dafür spezielle Cremes mit pflanzlichen Ölen und Bienenwachs.

Wichtig: Die Pflege sollte im Winter wasserfrei sein, damit die Cremeschicht bei Minusgraden nicht auf der Haut gefriert. Auch für größere Kinder sind diese Cremes zum Schutz für Gesicht und Hände ideal, bevor sie sich ins Schneegestöber stürzen. Pflegeprodukte für den Sommer sind leichter und enthalten neben Fett auch Wasser.

Für den Körper eignet sich – zum Beispiel nach einem Schwimmbadbesuch – bei älteren Kindern eine rückfettende Lotion, bei den ganz Kleinen ein Babyöl. Damit kann man den Winzling auch sanft massieren. Dafür das Öl zunächst in den Handflächen warm reiben. Für Babys mit besonders empfindlicher Haut gibt es auch Produkte ohne ätherische Öle.

4 Warum eigentlich Naturkosmetik?

Babyhaut ist fünf Mal dünner als die Haut von Erwachsenen, die schützende Hornschicht baut sich erst auf. Substanzen können daher leicht eindringen, umgekehrt kann die Haut schnell Feuchtigkeit und Wärme verlieren. Deshalb kommt es besonders darauf an, welche Zutaten ein Pflegeprodukt enthält.

Konventionelle Cremes und Lotionen enthalten häufig synthetische Silikonöle und Paraffin, um ein zartes Hautgefühl zu erzeugen. Sie legen sich, bei wiederholter Anwendung, wie ein feiner Film auf die Oberfläche, sodass die Haut nicht mehr so gut „atmen“ kann.

Die Hersteller von Naturkosmetik verwenden hingegen natürliche und nachwachsende Zutaten. Dazu zählen reine pflanzliche Öle wie Mandel und Sesamöl, die in ihrer Struktur dem Hautfett ählich sind und sich gut in die Haut integrieren.

In Bio-Produkten stecken zudem Heilpflanzen, die schon seit Hunderten von Jahren bekannt sind, so ist die Ringelblume zum Beispiel wundheilungsfördernd und schützt vor trockener Haut. Noch ein Plus: Naturkosmetik enthält weder künstliche Farb- und Duftstoffe noch synthetische Konservierungsmittel, die der Babyhaut schaden können.

fotolia

5 Wie schützt man kleine Engel in der Sonne?

Babys gehören nicht in die direkte Sonne. Ihre Haut kann noch nicht so viele schützende Pigmente bilden wie die eines Erwachsenen. Leichte Kleidung, die Arme und Beine bedeckt, bietet den besten Sonnenschutz. Auch an ein Sonnenhütchen denken!

Wenn die Kleinen mobil werden, ist zusätzlich Sonnencreme erforderlich. Nachcremen nicht vergessen: Am besten alle zwei Stunden oder wenn das Kind stark geschwitzt hat sowie auch nach dem Baden.

Welche Sonnencreme? Solche aus der Naturkosmetik bieten UV-Schutz mit mineralischen Pigmenten wie Titandioxid und Zinkoxid. Sie legen sich auf die Haut und reflektieren die UV-Strahlen wie winzige Spiegel.

Konventionelle Sonnenschutzmittel wirken hingegen häufig mit chemischen Filtersubstanzen, die in die oberste Hautschicht eindringen. Dort wandeln sie UV-Strahlen in Wärmeenergie um.

Synthetische UV-Filter bergen etliche Risiken: Einige können Allergien auslösen. Andere wirken vermutlich wie Hormone. Das zeigen Untersuchungen der Umwelttoxikologin Dr. Margret Schlumpf von der Universität Zürich. Sie konnte mehrere Filtersubstanzen in Muttermilch nachweisen und rät daher auch Schwangeren und stillenden Müttern von Sonnencremes mit chemischen Filtern ab.

6 Wodurch werden wunde Babypos wieder zart?

Gerötete Babypopos sind normal. Mal reizt die Umstellung von Milch auf Brei, mal sind es die ersten Zähnchen oder
Wachstumsschübe. Alle zwei bis drei Stunden sollten jetzt die Windeln gewechselt werden, wenn das Kleine wach ist. Schläft es, tauschen Eltern sie am besten erst dann aus, wenn der Winzling nach dem Aufwachen getrunken hat.

In jedem Fall nur mit warmem Wasser und einem Lappen reinigen! Für unterwegs sind parfüm- und alkoholfreie Feucht- oder Ölpflegetücher eine gute Wahl. Danach die Haut mit Salben einschmieren, die mit Kamille oder Calendula angereichert sind. Eine wundheilende Wirkung hat auch Zinkoxid.

Ein wohltuendes Mittel der anderen Art ist die sogenannte Heilwolle. Die reine Schafschurwolle wird mit in die Windel gelegt. Ihr hoher Lanolinanteil wirkt Entzündungen am Po entgegen. Hat oder entwickelt das Baby allerdings eine Woll-Allergie, sollte die Einlage weggelassen werden.

7 Prinzessin oder Räuber: Gefahr durch Schminke?

Die Kleinen lieben es, sich zu verkleiden, mit der passenden „Indianerbemalung“ im Gesicht. Allerdings sollten Eltern skeptisch sein bei herkömmlicher Kinderschminke, zum Beispiel auch aus Zeitschriften-Beilagen. Sie wird häufig auf Mineralölbasis hergestellt und kann synthetische Azofarbstoffe enthalten. Einige von ihnen stehen im Verdacht, krebserregende bzw. giftige aromatische Amine freizusetzen. Außerdem gilt es als erwiesen, dass Azofarbstoffe Allergien auslösen können.

Kinder-Schminke aus dem Naturkosmetik-Regal verwandelt die Kleinen mit mineralischen und natürlichen Farbstoffen in Prinzessinnen und Räuber. Sie lässt sich mühelos mit lauwarmem Wasser entfernen.

Naturprodukte für Babys und Kinder

Calendula Wind- & Wetterbalsam von Weleda / Calendula Massage Oil von Martina Gebhardt / Baby & Kinder Neutral Waschlotion & Shampoo von Lavera / Wundschutzcreme von Bioturm / Pflegeöl Tücher Ringelblume von Logona / Tinti Wackelseife von Heidelberger Naturkosmetik / Kinder Shampoo von Urtekram / Baby & Kids Sonnencreme von Eco Cosmetics / Babycare Bodymilk von Töpfer / Knister Badekristalle von Lüttes Welt / Dreckspatz Schaumbad von Dresdner Essenz / Kinder-Schminkfarben von Sante