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Beauty & Pflege

Hallo Sonne!

Sonnenschutz (© Orbon Alija - iStockphoto)
(© Orbon Alija - iStockphoto)

Ob junge oder sensible Haut, Körper oder Gesicht:  Wie Sie sich am besten in der Sonne schützen. // Steffi Schmitz

Wir Mitteleuropäerinnen lieben einen gebräunten Teint. Doch beim Thema Sonnenschutz könnten wir uns ruhig ein bisschen mehr an den blassen Asiatinnen orientieren, die sich sehr gut vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Denn diese lässt in der Haut freie Radikale entstehen, chemisch aggressive Stoffe, die unsere Zellen schädigen können. Die Folgen: Sonnenbrand, Falten oder gar Hautkrebs. Deshalb braucht die Haut einen Schutz, der sie nicht noch zusätzlich stresst. Chemische UV-Filter in konventionellen Sonnencremes ziehen in die Haut ein und können teilweise wie Hormone im Körper wirken. Dazu kommen oft noch allergieverdächtige Duft- und Konservierungsstoffe oder Emulgatoren, die die natürliche Hautbarriere schwächen können. Naturkosmetik hingegen verwendet mineralische UV-Filter wie Titan- oder Zinkoxid, die die Strahlung auf der Hautoberfläche wie Mini-Spiegel reflektieren. Ergänzend wirken darin Öle mit natürlichem Lichtschutzfaktor wie indisches Karanjaöl oder Himbeersamenöl. Zertifizierte Sonnenpflege ist also gesünder – und funktioniert ebenso gut:  Sie bietet hohe Lichtschutzfaktoren und lässt sich gut auftragen – mittlerweile fast immer ohne „Weißel-Effekt“. Ob als Creme, Lotion oder Spray, für Kinder oder  Empfindliche – im Naturkosmetik-Regal findet jeder den passenden Sonnenschutz.

Für den Körper

Sonnenschutz (© Orbon Alija - iStockphoto)
(© Orbon Alija - iStockphoto)

Während Rotblonde schon nach wenigen Minuten in der Sonne „erröten“, kann die Eigenschutzzeit der Haut bei sehr dunklen Typen bis zu einer Stunde betragen. Eine Sonnencreme verlängert diese individuelle Zeit um den ausgewiesenen Faktor. Selbst ein Lichtschutzfaktor (LSF) von 15 hält bereits 93 Prozent der UVB-Strahlung ab. Man darf damit nur nicht so lange sonnenbaden, wie wenn man sich mit LSF 30 eincremt. Jede Sonnencreme schützt mittlerweile zusätzlich vor UVA-Strahlen, denn diese Strahlen können die Haut auch in tieferen Schichten dauerhaft schädigen.

Am besten meiden Sie die Sonne in der Mittagszeit komplett und bräunen im Schatten, wo immer noch mindestens die Hälfte der Strahlung ankommt. Und beim Eincremen bitte nicht kleckern, sondern klotzen: Drei bis vier Esslöffel sollten es für den Körper schon sein. Regelmäßiges Nachcremen verlängert die Schutzzeit übrigens nicht, sondern erhält sie nur aufrecht. Das ist vor allem nach starkem Schwitzen, Baden und Abtrocknen wichtig, auch wenn die Sonnencreme wasserfest ist. Was die Konsistenz angeht, so gilt: Creme ist durch den höheren Fettanteil reichhaltiger, lässt sich aber eventuell etwas schlechter verteilen. Milch und Lotion enthalten beide mehr Feuchtigkeit als Fett und ziehen schneller ein. Noch leichter ist das Sonnenschutz-Spray.


Fürs Gesicht

Unsere empfindliche Gesichtshaut bekommt meistens die volle Dosis Sonne ab. Faltenalarm! Deshalb braucht das Gesicht eine spezielle Sonnenbehandlung, die hohen UV-Schutz mit anspruchsvoller Pflege paart, zum Beispiel mit Anti-Aging-Wirkstoffen wie Sanddornöl, Granatapfelsamenöl oder Rotalgenextrakt. Fettiger Haut reicht mitunter schon ein Sonnengel auf Basis von feuchtigkeitsspendender Aloe vera. Trockene oder reife Haut braucht unter dem Sonnenschutz meist noch eine zusätzliche Feuchtigkeitscreme. Die Foundation ist normalerweise der letzte Schritt, ein leichtes Sonnenspray passt aber auch als Finish über das Make-up. Oder Sie greifen gleich zu einer getönten Sonnencreme.

Tipp: Auch die derzeit angesagten übergroßen Hüte sind in diesem Sommer ein stylisher Schutz.


Für sensible Haut

Auf ultraviolette Strahlung und reizende Stoffe in der Sonnencreme reagiert empfindliche Haut mit Rötungen, Juckreiz oder gar einer Sonnenallergie. Ein sensitiver Sonnenschutz verzichtet daher auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Alkohol, der die Haut austrocknen kann. Wichtig dagegen sind ein hoher LSF und hautberuhigende Fette wie Sheabutter oder Olivenöl. Haut kann im Alter zunehmend sensibler reagieren, weil sich die Zellen langsamer teilen und sie dadurch dünner und trockener wird. Auch bildet sie weniger Pigmentzellen. Bei Sonneneinstrahlung verteilen sich die Pigmente dann unregelmäßig in der Haut, was zu Altersflecken führt. Das Deutsche Grüne Kreuz rät daher sogar, dass Senioren den gleichen Sonnenschutz verwenden sollten wie Kinder.

 

Oje, ein Sonnenbrand?
Den können bewährte Hausmittel wie Auflagen mit Quark oder kaltem Wasser mit Obstessig lindern. Generell tut es der Haut gut, sie nach einem Tag in der Sonne zu kühlen und sie mit Feuchtigkeit zu versorgen. Dazu gibt es spezielle After-Sun-Pflege, meist mit Aloe vera, die zudem entzündungshemmend wirkt.


Sonnenschutz (© Orbon Alija - iStockphoto)Für junge Haut

Die Eigenschutzzeit zarter Babyhaut ist gleich Null, weil sie sehr dünn ist und kaum Pigmente bildet. Hautärzte raten deshalb, Babys und Kleinkinder bis zu drei Jahren nicht der prallen Sonne auszusetzen und mit Sonnenschirm oder Sonnensegel für Schatten zu sorgen. Da Babys eine verhältnismäßig große Hautoberfläche haben, sollte man bei ihnen unbedingt auf chemischen UV-Schutz verzichten, da er ja in die Haut eindringt.

Besser ist ein mineralischer Breitband-Sonnenschutz mit einem LSF von mindestens 30, der zudem parfumfrei ist. Das gilt auch für ältere Kinder, denn erst im Teenageralter hat die Haut ihre volle Eigenschutzzeit entwickelt. Und viele Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Also cremen Sie Ihren kleinen Schatz gründlich ein – auch hinter den Ohren, an den Füßchen und unter dem Badezeug. Wichtige Begleiter im Sommer: eine Kappe mit Schirm und Nackenschutz, spezielle Kleidung aus sonnenabweisendem Material (UV-Standard 801) und eine kleine Sonnenbrille.

 (© Orbon Alija - iStockphoto)

 


Sonnenschutz für jede Haut

Sonnenschutz Hersteller

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3 Fragen zu chemischen UV-Filtern

Ulrike Kallee
Ulrike Kallee
Referentin Chemie beim Bund
für Umwelt- und Naturschutz
Deutschland (BUND).

1 Chemische UV-Filter stecken nicht nur in konventionellen Sonnencremes. In welchen Kosmetikprodukten findet man sie noch?

Ulrike Kallee: UV-Filter werden eingesetzt, um entweder die Haut, das kosmetische Produkt oder die Plastikverpackung vor UV-Strahlung zu schützen. Man findet sie zum Beispiel in Parfums und Nagelpflegeprodukten, wo sie Duft- und Farbstoffe vor UV-Strahlen schützen sollen, oder auch in Kosmetikprodukten mit durchsichtigen Kunststoffverpackungen, wie Shampoos.

Welche dieser Stoffe können problematisch für unsere Gesundheit werden und warum?

Ulrike Kallee: Einige UV-Filter wie Benzophenone oder Ethyhexylmethoxycinnamate (OMC) sind hormonell wirksam. Das heißt, von diesen Schadstoffen gehen unerwünschte Wirkungen auf unser fein austariertes Hormonsystem aus. Benzophenone und OMC ähneln zum Beispiel dem weiblichen Sexualhormon Östrogen. Bei Frauen erhöhen zu viele Östrogene das Risiko für Tumore wie Brust- und Gebärmutterhalskrebs. Bei Männern verringern Östrogene die Spermienqualität und tragen so zur Abnahme der Fruchtbarkeit bei. Besonders problematisch sind hormonelle Schadstoffe für Kinder, da sie die gesunde Entwicklung des Gehirns und der Organe stören können. Benzophenone wurden im Urin und in der Muttermilch von Verbraucherinnen nachgewiesen.

Was passiert, wenn diese Chemikalien mit dem Baden ins Wasser und damit in die Umwelt gelangen?

Ulrike Kallee: Sie sind nicht biologisch abbaubar, bleiben also dauerhaft im Wasser und schaden langfristig den Meeresorganismen. Wissenschaftler fanden hohe Werte dieser Schadstoffe in Vogeleiern. Außerdem gibt es Studien, die zeigen, dass UV-Filter zum weltweiten Korallensterben beitragen. Hormonelle Schadstoffe in Kosmetik sind momentan leider nicht verboten. Um Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, solche Stoffe einfach zu vermeiden, hat der BUND die ToxFox-App entwickelt. Mit dem ToxFox kann man den Barcode eines Produktes scannen und bekommt dann direkt Auskunft, ob problematische Stoffe im Produkt enthalten sind. (Link)

Erschienen in Ausgabe 05/2019

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#3 system/modules/core/classes/FrontendTemplate.php(124): Contao\FrontendTemplate->addToSearchIndex()
#4 system/modules/core/pages/PageRegular.php(190): Contao\FrontendTemplate->output(true)
#5 system/modules/core/controllers/FrontendIndex.php(285): Contao\PageRegular->generate(Object(Contao\PageModel), true)
#6 index.php(20): Contao\FrontendIndex->run()
#7 {main}