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Beauty & Pflege

Heute bleib’ ich drinnen!

© gettyimages, Joan Vicent Roig
© gettyimages, Joan Vicent Roig

Draußen ist es kalt und grau? Dann tauchen Sie doch einfach ab und zeigen dem Novemberblues die bunte Karte – mit sonnig leuchtenden Körper- und Badeölen. // Sylvia Meise

Badezimmer? Wellness-Oase!

Kerzenlicht, vorgewärmtes Badetuch, leckerer Fruchtshake und dazu Musik oder ein Hörstück: So wird ein trüber Nebelabend zum heimeligen Kurzurlaub. Noch nie ein Ölbad gemacht? Unbedingt ausprobieren, denn es lädt die Winter-Akkus mit frischer Energie auf, außerdem versorgt es die Haut mit hochwertigen Nährstoffen. Manche Zutaten lesen sich wie Rezepte fürs Salatdressing. Gut so, denn was uns von innen nährt, pflegt uns von außen.

Sensible und trockene Haut etwa freut sich über einen Mix aus Mandel- oder Oliven- mit Avocadoöl, Nachtkerzen- oder Macadamiaöl. Distelöl dagegen zieht schnell ein, wirkt mattierend und eignet sich gut für eher fettige Haut. Normaler oder Mischhaut tun zum Beispiel Mixturen auf Mandelölbasis gut. Viele Ölbäder enthalten zusätzlich duftende ätherische Öle, etwa mit anregender Limette oder beruhigendem Lavendel.

Ein Vollbad sollte man nicht auf leeren Magen nehmen, damit der Kreislauf nicht abrutscht, und das Wasser sollte maximal 37 Grad warm sein. Lieber ab und an noch heißes Wasser zugeben. Nach 20 bis 30 Minuten raus aus der Wanne, das Wasser abstreifen und den Körper sanft trockentupfen. Warm eingewickelt noch 20 Minuten nachglühen. Es bleiben wohlige Wärme und ein zufrieden satter Glanz auf der Haut.

Hörtipp: Kurzweilige Unterhaltung verspricht die Komödie „Die schönsten Dinge“ von Toni Jordan, gelesen von Nina Petri (Osterworld, 19,99 Euro).


©LM Photo

Flüssiges Sonnenlicht

Auch wer lieber duscht, muss nicht auf das Gefühl verzichten, in einem Strahl von Sonne zu baden. Die Palette an Körperölen, die für die lebensdurstige Winterhaut gerade richtig sind, ist riesig und reicht von schlicht bis luxuriös.

Das Besondere an naturreinen Pflanzen-ölen: Von Argan- über Avocado- bis Wildrosenöl bieten sie eine reichhaltige Palette heilender oder nährender Wirkstoffe. Manche dieser Öle, wie Weizenkeim-, Mandel- oder Olivenöl, bleiben länger auf der Haut, dringen aber tiefer ein, während Kokos-, Soja- oder Sonnenblumenöl schneller einziehen, aber dafür nicht so tief. Deshalb werden Körperöle je nach gewünschter Wirkung gern gemischt. Von ihrer Struktur her sind sie jedoch alle mit unserem Hautfett verwandt und werden daher besonders gut aufgenommen. Da können die häufig in konventionellen Produkten genutzten Fette auf Erdölbasis nicht mithalten – sie haben der Haut keinerlei Wirkstoffe zu bieten und bleiben an der Oberfläche.

Und so geht das Kurlauben zu Hause: Am besten nach dem Duschen erst gar nicht das Handtuch nehmen, sondern das Wasser nur mit den Händen abstreifen und direkt das Öl auftragen. Wasser und Öl mischen sich dabei perfekt zur superfrischen Bodylotion. Beim Ayurveda funktioniert es andersherum: Erst einölen – etwa mit Sesam- oder einem speziell für den eigenen „Dosha-Typ“ gemischten Öl – danach so warm wie möglich duschen oder baden. So sollen Giftstoffe aus dem Körper heraustransportiert werden.

Übrig bleibt auch hier ein fettender Film, der die Haut bei der Produktion ihrer eigenen Schutzfette unterstützt. Der Clou daran: die Extraportion Feuchtigkeit sorgt dafür, dass sich die natürliche Barriereschicht öffnet und das Öl noch besser aufnehmen kann.

Körper und Seele berühren – Ölmassagen

© gettyimagesKlar, am prickelndsten ist eine gegenseitige Partnermassage. Aber auch Freundinnen können sich eine wechselseitige Massagestunde gönnen, und auch allein im Badezimmer ist eine Verwöhnkur für alle Sinne drin. 20 bis 40 Milliliter reichen, um sich vom Kopf bis zu den Füßen einzuölen.

Sehr gut eignen sich Aprikosen-, Mandel- oder Pflaumenkernöl. Wegen ihres hohen Anteils an Ölsäuren lassen sie sich leicht verteilen und hinterlassen ein sattes Hautgefühl. Gleichzeitig machen sie die Haut aufnahmebereit für fettlösliche Pflanzenwirkstoffe.

Beginnend mit den Händen über die Arme, massiert man mit ruhigen, kreisenden Bewegungen über Brust und Bauch bis zu den Füßen. Auch die Zehen zart kneten – die Hände freuen sich über eine Extra-Ölkur: Olivenöl 1:1 mit Grapefruitsaft mischen und ruhig einmassieren. Und wenn alles eingezogen ist: mit einer Tasse Tee die Entspannung genießen.

 

Duftende Stimmungsmacher

Ätherische Öle sind Duftstoffe und anders als fette Öle nur in winzigen Tröpfchen in Blüten, Blättern oder Wurzeln enthalten. Die hochkomplexen Stoffe sind mit unseren Körperhormonen verwandt, wie wir regeln die Pflanzen damit ihren Stoffwechsel und nutzen sie darüber hinaus für vielfältige Signale nach außen – zum Beispiel um Insekten anzulocken oder abzuwehren.

Wir nehmen Aromen überwiegend mit den feinen Sinneshärchen der Nase auf. Sie leiten den Sinnesreiz direkt in das „limbische System“ im Gehirn – unsere Leitzentrale für Gefühle und Erinnerungen.

Ob wir einen Duft als angenehm, erfrischend, betörend oder beruhigend empfinden, hängt mit unserer Stimmung zusammen. Sind wir eher ausgepowert, darf es anregende Limette sein, wollen wir uns gerne einkuscheln, sind vielleicht eher Rose oder Neroli willkommen. Zitrusdüfte verfliegen schneller und wirken erfrischender als blumige oder erdig-holzige Aromen. Grapefruit etwa wirkt reinigend bei fettiger Haut und sorgt für gute Laune, Verbene und Lavendel sind ausgleichend und entspannend, Ylang-Ylang oder Jasmin dagegen sind betörende Erotiker.

© istockphotoAber Vorsicht: Ätherische Öle nie pur verwenden! Wer selbst mischen will, sollte vorsichtig dosieren. Fürs Massageöl reichen fünf bis zehn Tropfen auf 50 ml Trägeröl. Aromatherapeutinnen vermischen fürs Bad 10 bis 20 ml Mandelöl mit ein wenig Honig und einem Schuss Sahne als Emulgator und fügen wenige Tropfen Duftöl dazu. Cleopatra kann es nicht besser gehabt haben!

Extra-Tipp

Winterzeit ist Mützenzeit – einfach nur stressig für die Haare. Warum nicht auch sie mal mit ein bisschen Luxus verwöhnen. Dazu vor dem Duschen oder Baden etwas Öl, zum Beispiel ein Jojoba- oder Kokosöl in die Haare massieren, Handtuch drüber, 20 Minuten wirken lassen. Danach gut ausspülen. Alternativ kann man auch wenig Öl nach dem Duschen ins feuchte Haar geben und mit dem Handtuch vorsichtig eintupfen – so glänzt das Haar wieder.

 

1. Entschlackend: Ingwer Detox Körperöl von Safeas 2. Schützend: Arganöl von Melvita  3.  Beruhigend: Lavendel Entspannungsbad von Weleda  4. Vitalisierend: Badeöl Ingwer Limette von Primavera 5.  Entspannend: Relaxing Bath Oil Kapseln von Martina Gebhardt 6.  Fruchtig: Badeöl Orange Feeling von Lavera 7.  Sonnig: Mediterran Körperöl von Logona  8.  nährend: Entspannendes Massageöl von Cattier Produkte