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Beauty & Pflege

Hör’ auf Deine Haut!

© jumpfoto

Ist die Haut besonders trocken, sensibel, unrein oder fleckig, sendet sie Signale aus, die wir richtig deuten müssen. Meist braucht sie Hilfe – und gerade jetzt im Sommer sollten wir versuchen, ihr zuzuhören. Was würde sie uns erzählen, wenn sie sprechen könnte? // Stefanie Schmitz

Sensible Haut: „Bitte schütze mich!“

Schon wieder diese roten Stellen, schon wieder dieses Jucken und Spannen – ich bin ein echtes Sensibelchen mit überempfindlichen Nervenfasern und einer Neigung zu Al-lergien. Bitte belaste mich möglichst wenig: nicht mit Stress und nicht mit künstlichen Duft- und Konservierungsstoffen.

Und nimm' jetzt im Urlaub am besten eine naturkosmetische Sonnencreme – die vertrage ich wahrscheinlich besser, weil sie keine chemischen UV-Filter oder Emulgatoren enthält. Es gibt sie auch extra für sensible Haut. Bei mir ist weniger mehr: weniger Rumprobieren mit Produkten, weniger Inhaltsstoffe und auch weniger Sonne! Auch auf manche ätherischen Öle und exotischen Pflanzenextrakte kann ich übrigens gereizt reagieren. Zum Glück gibt es Pflegeserien extra für mich, sie heißen zum Beispiel „neutral“, „sensitiv“ oder „pur“, verzichten häufig auf Duftstoffe und enthalten beruhigende Wirkstoffe wie zum Beispiel Mandel-, Hafer- oder Nachtkerzenöl.

Experten-Tipp: Empfindliche Hauttypen neigen mitunter zu Couperose (erweiterte Äderchen), die man mit Wirkstoffen aus Mäusedorn, Malvenextrakt, Aloe vera oder Beinwell behandeln kann. Die Naturkosmetikerin und Heilpraktikerin Claudia Ehle geht das Problem auch „von innen“ an, in dem sie Leber und Blutgefäße stärkt. Sie empfiehlt dafür Holunderextrakt oder Buchweizentee.

Hautschutzprodukte

 

 

Beruhigend: Anti- Rötungs-Gesichts-creme von Bioturm Schützend: Pure Sensitive Creme von Farfalla Mild: Sensitiv Reinigungsmilch von i+m

 

Sehr trockene Haut: „Ich habe Durst!“

Mein schützender Hydro-Lipid-Mantel ist so dünn geworden. Er schafft es nicht mehr, die Feuchtigkeit
zu halten. Und was passiert? Viel zu viel Wasser verdunstet durch meine Oberfläche! Ich fühle mich ausgetrocknet und angespannt, die Fältchen um die Augen werden auch immer tiefer. Wenn ich nur ein Prozent mehr Wasseranteil hätte, wäre ich viel elastischer. Feuchtigkeit pur reicht mir aber nicht, ich brauche genauso sehr hautverwandte Fette, die zum Beispiel in Ölen aus Nachtkerze, Avocado oder Mandel vorkommen. Nur sie schaffen es, die Feuchte auch in meinen tieferen Schichten zu binden.

Jetzt im Sommer solltest Du übrigens noch mehr trinken als sonst und öfter mal fettreichen Fisch, Gemüse, Nüsse oder Samen essen. In der Sonne brauche ich vor allem im Gesicht reichhaltigen Schutz, abends darfst Du nach dem Reinigen ein paar Tropfen parfumfreies Gesichtsöl unter den Toner mischen, das gibt mir einen echten Pflege-Kick.

Wenn Ihre Haut zu Neurodermitis neigt, ist Sonne in Maßen okay – denn so bildet sich körpereigenes Cortison, das die Entzündungen abklingen lässt. Im Naturkosmetik-Regal gibt es außerdem spezielle Cremes bei Neurodermitis, zum Beispiel mit pflanzlichen Wirkstoffen wie Mittagsblume.

Experten-Tipp: Hautexpertin Claudia Ehle warnt bei trockener Haut vor alkoholhaltigen Tonika, da diese den Hydro-Lipid-Film zum Teil angreifen. Auch Cremes und andere Produkte enthalten oft Alkohol. Besser ist zum Beispiel Aloe vera. Ein Blick auf die Inhaltsstoffangabe verrät, wieviel davon im Produkt steckt: Je weiter vorne auf der Liste, desto mehr ist enthalten.

Produkte für durstige Haut

 

 

Verwöhnt: 7 Tage Glättende Schönheitskur von Weleda Beruhigt: Intensive Creme Mittagsblume von Dr. Hauschka Vitalisiert: Energie Feuchtigkeitsserum Neroli Cassis von Primavera

 

© gettyimages -Robert Daly / Dimitri Otis

Unreine Haut: „Bitte keine Pickel!“

Sehr wahrscheinlich spielen Deine Hormone verrückt – vielleicht weil Du die Pille abgesetzt hast, in die Wechseljahre kommst oder einfach nur Stress hast. Und ich darf es ausbaden: mit Fettglanz, Mitessern und Pickeln! Eine gute Reinigung ist deshalb das A und O, dabei sind Produkte mit Heilerde meine erste Wahl. Bei der Pflege tun mir entzündungshemmende und ausgleichende Extrakte aus Rosmarin, Hamamelis, Minze oder Weidenrinde gut. Für alle Fälle solltest Du immer einen Abdeckstift mit Pflanzenwirkstoffen dabei haben – am besten eine Nuance heller als mein Hautton.

Produkte, die für pickelige Teenies konzipiert wurden, sind allerdings nichts mehr für mich, sie trocknen zu sehr aus. Ach ja, und versuch’ doch jetzt im Urlaub mal, mehr Zitrusfrüchte, Brokkoli oder Sanddorn auf den Speiseplan zu setzen, ihr Vitamin C ist eine Wunderwaffe gegen meine Unreinheiten, weil es die Wundheilung fördert.

Experten-Tipp: Eine fettfreie Pflege für die Nacht ist nicht immer die Lösung bei Spätakne. Claudia Ehle hat gute Erfahrungen damit gemacht, wenn als Nachtpflege ein Feuchtigkeitsspender wie Aloe vera-Gel aufgetragen wird, und darüber ein kalt gepresstes Öl aus Schwarzkümmel oder schwarzem Sesam. So bekommt die Haut neue Widerstandskraft gegen Bakterien und Entzündungen.

Anti-Pickel Produkte

 

Austrocknend: Rhassoul Pickeltupfer von Alva Klärend: Grüne Heilerde Maske von Cattier Harmonisierend: Balancing Fluid Bio-Acai von Sante

 

Hyperpigmentierte Haut: „Oh Schreck, ein Fleck!“

Was wird das hier, eine Melanin-Party –und ich bin die Gastgeberin? Wenn sich meine dunklen Pigmente auf den Händen, der Oberlippe und um die Augen zusammenrotten, liegt das meistens an zu viel Sonne, dem Alter oder auch der Pille. Zum Glück kannst Du sie im Gesicht mit Foundations oder BB- und CC-Creams ganz gut abdecken. Bitte sorge jetzt im Sommer dafür, dass die Pigmentflecken nicht noch mehr werden. Idealerweise hast Du schon vor dem Urlaub regelmäßig Karotten- oder Tomatensaft getrunken, um meinen Zellschutz zu stärken.

Am Strand, in den Bergen und im Süden darfst Du mich dann gründlich eincremen – auch beim natürlichen Sonnenschutz gibt es solchen mit hohem Lichtschutzfaktor.

Experten-Tipp: Es muss nicht gleich die chemische Keule sein – auch die Natur kennt Bleichmittel, die Pigmentflecken aufhellen können: Zitronensaft zum Beispiel ist ein Klassiker, einfach ein paar Tropfen auf den Handrücken oder andere betroffene Stellen aufträufeln. Naturkosmetikerin Claudia Ehle setzt zudem gern Rosen- und Lavendelöl ein. Und sie verweist auf den Gänseblümchenextrakt, der der Bildung und dem Transport von Melanin in der Haut entgegenwirkt. Dieser Wirkstoff kommt zum Beispiel auch in CC-Creams zum Einsatz, die Pigmentflecken mildern sollen.

Produkte gegen Pigmentflecken

 

Antioxidativ: Age Protect Toner von Santaverde Vorbeugend: Anti-Pigmentserum von Heliotrop Multifunktional: CC Colour Correction Cream Bio-Rose von Logona