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Beauty & Pflege

Honigsüße Schönmacher

© gettyimages, Yvonne Duivenvoorden

Ob Honig, Gelee Royale, Bienenwachs oder Propolis: Bienenprodukte sind begehrte Rohstoffe für Naturkosmetik. Die Schönheitsmittel sind reich an bioaktiven Inhaltsstoffen, schützen und pflegen die Haut. // Astrid Kramer-Wahrenberg

Honig

Honig ist das Beste, was aus Blütennektar und Honigtau werden kann. Bienen schlecken den süßen Saft und bringen ihn nach Hause zu ihren Schwestern. Diese erzeugen im Stock mit Hilfe der starken Brustmuskulatur und Flügelschlagen Wärme, so dass die goldene Flüssigkeit eindickt und lagerfähig wird. Im Honig schlummern verschiedene Zuckerarten, besonders wertvoll sind Fruchtsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme.

Das süße Gemisch besitzt entzün-dungshemmende Eigenschaften und bekämpft Bakterien. Studien zeigen, dass leichte Verbrennungen mit einem medizinischen Honig schneller heilen. Diese Eigenschaften schätzt auch die Naturkosmetik. Honig beruhigt gereizte Haut und hat sich zum Beispiel als Zutat in Lippenpflegestiften bewährt. In Cremes und Masken soll Honig strapazierte, feuchtigkeitsarme Haut weich und geschmeidig pflegen.

Tipp für eine selbstgemachte Gesichtsmaske für trockene Haut: 1/2 reife pürierte Avocado, 1 TL Quark mit einem 1/2 TL cremigem Blütenhonig vermischen, 15 Minuten einwirken lassen und mit warmem Wasser abspülen.

 

© Maske: gettyimages, Glow Wellness / Honig im Glas: Stookfood.de

Gelee Royale

Mit diesem eiweißreichen Futter ernähren die Arbeiterinnen ihre Königin. Durch die besondere Kraftnahrung wird sie deutlich größer als ihre Schwestern und lebt viel länger. In Kosmetik soll Gelee Royale die Hauterneuerung und Kollagenproduktion anregen und kommt vor allem in Anti-Aging-Cremes zum Einsatz. Die Erntemengen sind winzig. In der konventionellen Bienenhaltung gewinnen Imker etwas 
mehr davon, indem sie die Königin aus dem Bienenstock entfernen und viele vorgefertigte „Königinnenzellen“ einsetzen. Naturkosmetik-Hersteller suchen nach schonenderen Methoden. Dr. Hauschka verwendet beispielsweise Gelee Royale aus Demeter-zertifizierter Bienenhaltung. Dort ernten die Imker nur die Menge, die im Rahmen der natürlichen Völkervermehrung anfällt. Der kostbare Saft wird rhythmisch verdünnt und somit in extrem kleinen Mengen eingesetzt.

Der feine Unterschied: Bio-Imkerei

Naturkosmetik-Firmen bevorzugen Bienenprodukte aus ökologischer Bienenhaltung. Einige wichtige Kriterien dabei sind:

  • Die Bienenwohnung muss aus natürlichen Materialien wie Holz oder Lehm bestehen und darf nur mit ungiftigen Farben behandelt sein.
  • Gegen die Varroamilbe dürfen Bio-Imker nur organische Säuren und ätherische Öle einsetzen.
  • Die Flügel der Königin dürfen nicht beschnitten werden.
  • Die Völker dürfen nur mit Bio-Honig oder Bio-Zucker für den Winter gefüttert werden.