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Beauty & Pflege

Mein Beauty-Wegweiser

© gettyimages/PhotoAlto/Milena Boniek

Tonic, Serum, Ampullen und vieles mehr: Die Auswahl an Tiegeln und Tuben wächst. Wann trägt man was auf? Und was steckt hinter dem Trend „Layering“? cosmia zeigt den Weg durch die Naturkosmetik-Fülle. // Bettina Levecke

Schicht für Schicht: Der Trend „Layering“

Bei dem Begriff „Layering“ denken viele sofort an Mode und einen Lagenlook aus unterschiedlichen Materialien und Stilen. Gar nicht so verkehrt, denn auf die Kosmetik übertragen, ist das Prinzip ähnlich: Nacheinander werden verschiedene Pflegeprodukte auf die Haut aufgetragen. Beautybloggerin Julia Keith (www.beautyjagd.de) ist ein bekennender „Layering-Fan“ und hat dieses Pflegeritual auf ihrer Asienreise schätzen gelernt. Tatsächlich kommt der Trend aus Japan, dort werden oft um die sieben Pflegeschritte nacheinander ausgeführt.

Natürlich ist es nichts völlig Neues, verschiedene Kosmetika nacheinander aufzutragen – zur Minimalausstattung gehört für viele zumindest eine Reinigungsmilch, ein Gesichtswasser und eine Creme. Doch wenn man der Haut weitere Pflegeschritte gönnen möchte, ist es wichtig, die passende Reihenfolge zu beachten. So sollte eine wässrige Textur immer vor einer fetthaltigen aufgetragen werden – also zum Beispiel ein leichtes Serum immer vor der reichhaltigen Creme.

„Je nach den Bedürfnissen meiner Haut kann ich mir mein persönliches Pflegepaket zusammenstellen“, erklärt Julia. „Braucht meine Haut zum Beispiel gerade mehr Feuchtigkeit, dann verwende ich zusätzlich ein pflegendes Serum unter meinem Gesichtsöl.“ Die Zeit dafür investiert sie gerne: „Für mich sind meine Pflegerituale abends und morgens auch einfach ein wenig Zeit für mich.“

So viele Schritte wie beim asiatischen Layering müssen es natürlich nicht sein, gerade empfindliche Haut kann damit auch mal überfordert sein. Wählen Sie für Ihre Haut einfach die Schritte, die ihr guttun. Um die Haut nicht zu überpflegen, empfiehlt es sich außerdem, von jedem Produkt nur eine möglichst kleine Menge zu verwenden.

Welche Produkte passen zueinander?

Kreuz und quer oder lieber aus einer Linie? Liane Jochum, Leiterin der Naturkosmetik-Schule Academia Balance in Bad Endbach, rät zur Systempflege, also zu verschiedenen Produkten von einer Serie. „Wenn Reinigung, Pflege und Zusatzprodukte aufeinander abgestimmt sind und ineinander greifen, ist das Pflegeergebnis optimal.“ Grundlage hierfür sei die Wahl einer Pflegeserie, die dem Hauttyp und Hautzustand entspricht. Auf die Lieblingsprodukte braucht deshalb aber niemand zu verzichten, sagt die Expertin: „Mal zusätzlich ein Serum oder eine Maske eines anderen Herstellers zu benutzen, ist in der Regel kein Problem.“

Cattier und Martina GebhardtBEAUTY-HELFER:1 Weiße Heilerde Peeling von Cattier 2 7-Herbs Vital Mask von Martina Gebhardt 3 Aloe Vera Toner Sensitive von Santaverde 4 Smoothing Eye Balm von Sante 5 Aloe Vera Gesichtswasser von Eubiona 6 Shangri-La Orac Anti-Aging-Serum von Amanprana 7 Be Beautiful Glückscreme von Farfalla 8 Regeneration Tag und Nachtserum von Dr.Hauschka 9 Hyaluron Anti-Aging-Serum von Yverum 10 7 Tage glättende Schönheitskur von Weleda

Was kommt wann auf die Haut?

Hier finden Sie eine Übersicht, in welcher Reihenfolge Sie verschiedene Produkte einsetzen sollten. Grundregel für die Reihenfolge: Reinigung, Toning, Regeneration, „Tuning“ (Pflege und Schutz). Natürlich sollten Sie individuell aus­wählen, was Ihrer Haut guttut – nicht jeder Schritt ist immer nötig. Wenn Sie unsicher sind, kann es sinnvoll sein, sich einmal gezielt bei einer Naturkosmetikerin beraten zu lassen.


Grafik Seife1. Reinigung

Als erstes reinigen Sie das Gesicht, zum Beispiel mit milder Seife, Reinigungsmilch oder -schaum, oder mit Wascherde – je nach Hauttyp und persönlicher Vorliebe. Besonders gut geht es mit dem veganen „Konjac-Schwamm“, mit dem das Reinigungsprodukt sanft einmassiert und abgewaschen wird. Abends können Sie die Reinigung auch mit einem „Double Cleansing“ starten, wie es beim japanischen Layering üblich ist: Dabei wird erst das Make-up mit einem Pflanzenöl abgenommen, erst dann das Reinigungsprodukt aufgetragen und abgewaschen.

2. Toning

Ergänzen können Sie die Reinigung durch ein Tonic (Gesichtswasser) oder Blütenwasser. Empfindliche Hauttypen verwenden am besten eines ohne Alkohol. Mit einem Wattepad aufgetragen und leicht eingeklopft, stärken die Wässerchen die Hautfunktionen. Blütenwasser wird durch Destillieren von Blütenblättern oder anderen Pflanzenbestandteilen gewonnen.

3. Extra-Schritt

Ein klärendes Gesichtspeeling sollten Sie nicht täglich einsetzen – sondern je nach Bedarf etwa einmal die Woche. Danach ist der richtige Zeitpunkt, um Ihre Haut zusätzlich mit einer Maske zu verwöhnen, bei strapazierter Haut gerne auch mehrmals wöchentlich.

Gesichtsmasken gibt es für unterschiedliche Hauttypen: Eine reichhaltige Crememaske verwöhnt zum Beispiel reife oder trockene Haut, bei fettiger Haut eignet sich eine Maske aus Heilerde, die eine tiefenreinigende Wirkung hat.

4. Regeneration

Grafik SerumDieser Schritt verwöhnt besonders trockene oder empfindliche Haut mit extra viel Feuchtigkeit. Ein Serum bietet hochkonzentrierte Wirkstoffe und zieht schnell in die Haut ein. Wichtig dabei: Nur eine linsengroße Menge verwenden und diese gut einmassieren.

Als Spezialpflege können Sie Ihrer Haut auch ein paarmal im Jahr eine Ampullenkur gönnen – an Stelle eines Serums. Diese Intensivpflege kommt, je nach Hersteller, meist ein paar Wochen lang zum Einsatz.

5. Für die Augen

Jetzt versorgen Sie am besten die Augenpartie mit einer Extra-Pflege. Eine spezielle Creme zu verwenden ist durchaus sinnvoll, denn die Haut um die Augen ist mit nur einem halben Millimeter besonders dünn und empfindlich. Für die Augenpartie gibt es deshalb besonders sanfte Cremes oder Gels, die leicht eingeklopft werden.

Grafik Tages- und Nachtcreme

6. Pflege & Schutz

Eine Tages- oder Nachtcreme oder auch alternativ ein Gesichtsöl bilden den Abschluss. Wenn es nach draußen geht, kann dann – sobald alle Wirkstoffe gut eingezogen sind – noch ein Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. Abends verwenden viele gerne eine Nachtcreme, dieser Schritt ist aber kein Muss: Hersteller wie Dr.Hauschka setzen zum Beispiel auf das Konzept der fettfreien Nachtpflege, um die Eigenaktivität der Haut anzuregen.