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Beauty & Pflege

Pickel? Das hilft!

Pickel (© istockphoto)

Wenn Pickel und Mitesser sprießen, braucht zarte Teeniehaut besonders viel Pflege. Salbei, Minze und ätherische Öle helfen sanft und nachhaltig zugleich. // Frauke Werner

Fast jeder Weg führt am Spiegel vorbei, ständig wird an Kleidern und Haaren gezupft – in der Pubertät wird das Aussehen immer wichtiger. Ärgerlich, dass gerade dann Pickel und Mitesser entstehen. Schuld ist das Plus an Testosteron im jugendlichen Körper, bei Jungen wie bei Mädchen. Das männliche Hormon bewirkt, dass die Talgdrüsen mehr Hautfett produzieren. Zusammen mit Schmutz, Schweiß und alten Hautzellen kann es die Poren verstopfen – ein idealer Nährboden für Bakterien. Entzündet sich auch das umliegende Gewebe, entstehen rote Pickel.

Da hilft vor allem konsequente Pflege.  Die Haut gründlich reinigen, dann klären und zuletzt cremen, sowohl morgens als auch abends.

Erst reinigen, dann klären

Dazu bieten viele Naturkosmetik-Hersteller spezielle Pflegeserien für unreine Haut an. Ob mit Salbei, Minze oder Teebaumöl als Leitwirkstoff, da hat jeder seine eigene Rezeptur. Meist sind Zutaten drin, die die Haut beruhigen, wie Extrakte aus Kamille, Wundklee oder Ringelblume. Ebenfalls wichtig: ätherische Öle. Sie wehren Pickel verursachende Bakterien ab und lassen die Pflege zart duften.

Reinigungsprodukte kommen als Gel, Creme oder Schaum daher. Ihre waschaktiven Substanzen – milde pflanzliche Tenside aus Zucker oder Kokosnuss – ziehen tief in die Poren ein. Dort binden sie Schmutz- und Talgpartikel, die sich dann leicht abwaschen lassen. Daher genügt es, die Reinigungssubstanz sanft einzumassieren, rubbeln ist nicht erforderlich. Gewöhnliche Seife ist nichts für unreine Haut, sie greift den Säureschutzmantel zu stark an. Es gibt allerdings spezielle Pflanzenölseifen, die sich eignen.

Tiefenwirksame  Peeling- und Reinigungs-Masken versprechen, ein bis zwei Mal pro Woche aufgelegt, ein frischeres, verfeinertes Hautbild. Tonerde  darin saugt überschüssiges Hautfett auf und reinigt zugleich gründlich. Auch der Extrakt von Weidenrinden hat einen leichten Peeling-Effekt.

Nach dem Reinigen bereitet ein Gesichtswasser oder stärkendes Tonikum die Haut optimal auf die nachfolgende Pflege vor und erfrischt sie zu-gleich. Dazu wird es mit dem Wattepad leicht im Gesicht verteilt. Das beseitigt Reste des Waschprodukts und lose Hautschüppchen. Meist ist desinfizierender Alkohol mit drin, den fettige und Mischhaut in Maßen verträgt.

Cremen und kaschieren

Beliebte Zutat in klärenden Naturkosmetika ist Hamamelis, die Zaubernuss. Sie enthält Gerbstoffe, die Entzündungen hemmen und die Haut beruhigen. Häufig sind Teebaum- und Manukaöl drin. Sie wirken antibakteriell.Cremes und Fluids schließlich spenden Feuchtigkeit und machen die Haut geschmeidig. Sie werden in der Naturkosmetik auf Basis wertvoller Pflanzenöle hergestellt. Jojobaöl schützt die Haut vor Austrocknung, mindert Entzündungen und beruhigt. Beliebt ist auch das Öl aus Mandelkernen. Zutaten wie Kakao- und Sheabutter sorgen für ein weiches Hautgefühl. Praktisch für unterwegs sind Abdeckstifte, die sowohl die Heilung fördern als auch rot entzündete Stellen kaschieren. Die kleinen Helfer gibt es als farbloses Gel und als abdeckenden Stift mit farbgebenden Mineralpigmenten.

Pflege nach der Pubertät

Zum Glück geht die Pubertät irgendwann vorüber – und mit ihr meist die vielen Pickel. Wenn sich die Talgproduktion normalisiert hat, sollten junge Erwachsene dann eine Pflegeserie wählen, die ihrem Hauttyp entspricht, etwa eine für normale oder trockene Haut. 

Info

Finger weg von Pickeln

Pickel nicht ausdrücken, das provoziert Entzündungen. Schlimmstenfalls bleiben Narben zurück. Bei sehr unreiner Haut hilft eine medizinische Kosmetikerin. Sie öffnet die lästigen Pusteln professionell, sodass sie abheilen können. Schwere Akne beschränkt sich meist nicht aufs Gesicht. Die Pickel sprießen auch auf Nacken, Rücken und der Brust, an Oberarmen und den Schultern. Damit am besten zur Hautärztin gehen. 

Bitte nicht zusätzlich reizen 

In der Naturkosmetik geht es nicht nur darum, dass Pickel möglichst schnell verschwinden. Sie will auch die Selbstheilungskräfte der Haut unterstützen, für einen langfristigen Erfolg. Das braucht seine Zeit, ist aber schonender: Naturkosmetik  verzichtet auf chemische Tenside und Emulgatoren, denn sie können die Haut reizen und durchlässiger machen für Schadstoffe. Auch erdölbasiertes Paraffin, das die Poren verstopft, bleibt außen vor. Chemische Konservierungsmittel sowie synthetische Duft- und Farbstoffe sind ebenfalls tabu.

Produkttipps 

Reinigen: Reinigungsmilch von Bioturm, Erfrischende 2in1 Reinigungsmilch von Weleda, Fresh Skin Waschgel von Neobio, Auromere Pflanzenölseife Neem & Lehm von Apeiron    

Klären: Gesichtswasser Ginkgo von Lavera, Rhassoul Aktiv Gesichtswasser von Alva, Salvia Tonic von Martina Gebhardt   

Pflegen: Feuchtigkeitsfluid Bio-Minze von Logona, Aloe vera Creme Light von Santaverde, In Balance Mattierendes Fluid von Farfalla

Extra: Gesichtsdampfbad von Dr. Hauschka, Peeling Salbei Traube von Primavera, Heilerde 2 hautfein von Luvos 

Zum Tupfen: Teebaumöl Pickelroller von CMD, Anti-Spot Gel Bio-Schisandra von Sante

Erschienen in Ausgabe 05/2016