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Beauty & Pflege

Pinsel, Pads, Papiertücher: Nützliche Helfer

Auftragen, korrigieren, abschminken – das alles geht auch mit Produkten aus der Naturkosmetik. // Jutta Koch

Na, welcher Schminktyp sind Sie? Korrigieren Sie den Lidstrich mit einem Wattestäbchen? Schwören Sie auf Wimpernbürstchen oder Kosmetiktücher? In fast jedem Bad liegen Utensilien zum Schminken bereit – die Produktpalette ist so riesig wie die Anzahl individueller Tricks und Kniffe. Womit man am besten zurechtkommt, muss man selbst ausprobieren. Feststeht: Wer auf qualitativ gute und nachhaltige (Ab-)schmink-Utensilien setzt, der kann sie lange Zeit benutzen. Im Idealfall schont man bei der täglichen Routine im Bad auch noch die Umwelt. Wo Müll sich nicht vermeiden lässt, da zählt die Möglichkeit zum Recycling umso mehr.

Naturkosmetik-Hersteller haben zahlreiche Werkzeuge im Sortiment, mit denen ihre Produkte optimal aufgetragen werden können. Es gibt Pinsel für die Foundation, für Puder, Lidschatten oder Kajal. Manche entstehen noch in Handarbeit, andere beinhalten Teile aus nachhaltig angebautem Holz (FSC-zertifiziert). Manche Pinsel werden aus Naturhaarborsten gefertigt, andere aus Kunststofffasern und sind auch für Veganer geeignet. Fast alle haben spezielle Konturen für ihren jeweiligen Bestimmungszweck (siehe unten).

Gut für die Haut, gut für die Umwelt

Beliebt sind auch Konjac-Schwämme, die aus dem Mehl der Konjac-Knolle gewonnen werden. Sie sind besonders schadstoffarm und robust. Erst im Kontakt mit Wasser werden sie weich und anschmiegsam. Sie tun der Haut Gutes, indem sie mit ihren feinen Poren gründlich reinigen, aber nicht kratzen. Wenn sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, kann man sie in Blumentöpfen oder im Garten vergraben – sie helfen den Pflanzen dabei, Feuchtigkeit zu speichern. Sehr langlebig sind Reinigungspads aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau – sie wächst ohne Gentechnik und Chemie heran. Die Pads können bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen und immer wieder verwendet werden.

Anders ist es bei Kosmetiktüchern, Wattestäbchen und -pads: Sie landen nach wie vor im Abfalleimer. Wer auf sie nicht verzichten mag, der kann sich für umweltverträgliche Produkte aus recyclingfähigen Materialien und zertifiziert biologischem Anbau entscheiden – die im Idealfall auch biologisch abbaubar sind. Ein kritischer Blick auf die Verpackung lohnt sich!

Schminkzubehör (© Tabea Mathern)

1 Zart: Die Kosmetiktücher Recycling Extra Soft von Memo werden aus recycelten Papierfasern gefertigt. 2 Schräg: Der flach angeschrägte Pinsel von Dr. Hauschka aus Synthetikhaar trägt flüssige Texturen gleichmäßig auf. 3 Schmal: Der Konturen-Pinsel aus Kunstfaserhaar von Da Vinci eignet sich gut zum Verblenden von Konturen. 4 Präzise: Der Kajalpinsel von Lakshmi wird in Handarbeit in Deutschland hergestellt. 5 Sanft: Die Wattepads von Bel Nature sind sanfte Helfer beim (Ab-)schminken und werden aus zertifiziert biologischer Baumwolle hergestellt. 6 Beständig: Die Abschminkpads von Ecodis kann man bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. 7 Auffällig: Die Angled Brush aus der Color Edition von Benecos ist ein Hingucker – und hilfreich, um Augen-Make-up aufzutragen. 8 Fein: Bambus und Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau kommen in Wattestäbchen von Hydrophil zum Einsatz. 9 Nachhaltig: Der pflanzliche Konjac-Schwamm von Jislaine reinigt die Haut und kann am Ende seiner Lebensdauer als Wasserspeicher in Blumentöpfe eingepflanzt werden. 10 Praktisch: Einer für alles – der Reisepinsel von Marie W. ist ein treuer Begleiter für unterwegs.

Pinsel für alle Fälle

Um Make-up und Foundation aufzutragen, eignet sich am besten ein breiter, flacher Pinsel aus Kunsthaar. Puder und Rouge verteilt man optimal mit einem breiten, abgerundeten Pinsel.  Gut geeignet ist dafür der Echthaarpinsel.

Die natürliche Hornschicht der Haare ist besonders aufnahmefähig. Schmink-Profis geben deshalb diesen Tipp: Puder aufnehmen, dann den Pinselstiel kurz an den Handrücken klopfen. 

Wer sich täglich schminkt, der sollte die Beauty-Helfer ein Mal pro Woche mit mildem Shampoo auswaschen, um Keime und Farbreste zu entfernen. Anschließend ausklopfen und auf einem Tuch gründlich trocknen lassen.

Erschienen in Ausgabe 11/2018