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Beauty & Pflege

Schön im Nordwind

© Tiere: gettyimages Frau: planpicture

Die besten Beauty-Tipps bei Schnee und Eis? Wir haben uns im hohen Norden umgehört – schließlich wissen die Skandinavierinnen am besten, wie man gut gepflegt durch den Winter kommt. // Bettina Levecke

Das Gesicht gut schützen!

Klirrend kalt ist die Luft, ständig weht ein rauer Wind: Der skandinavische Winter kann eine echte Belastungsprobe für empfindliche Gesichtshaut sein. Bevor die Mütze tief ins Gesicht gezogen wird, ist deshalb eine reichhaltige Fettpflege Pflicht­programm. Zum Beispiel mit Sheabutter oder Bienenwachs, kombiniert mit hochwertigen Ölen wie Mandel-, Oliven-, Rosen- oder Himbeersamenöl.

Die dänische Visagistin Marie Thomsen trägt im Winter ein- bis zweimal pro Woche eine Pflege-Maske auf: „So reinige ich sanft meine Haut und versorge sie gleichzeitig mit einer Menge Feuchtigkeit.“ Wichtig: Die Maske sanft einmassieren und mindestens zehn Minuten einwirken lassen.

Bei unreinerHaut, die durch die Kälte noch stärker zu Entzündungen neigen kann, ist Heilerde ein beliebtes Hausmittel: mit warmem Wasser anrühren und 20 Minuten einwirken lassen. Von innen sorgen essenzielle Fettsäuren für eine schöne Haut, enthalten vor allem in: Fisch, geschroteten Leinsamen und Walnussöl.

Cattier und Martina Gebhardt Nährend: Gelbe Heilerde Maske von Cattier 
Schützend: Winter Balm von Martina Gebhardt


Winter-Traditionen für Geist und Körper

Während es draußen schneit, bollert drinnen der warme Holzofen. Die Skandinavier wissen, wie man es sich gemütlich macht. Ein Topf mit Wasser köchelt auf dem Ofen und sorgt für eine angenehme Raumfeuchtigkeit – mit ein paar Tropfen ätherischen Ölen, zum Beispiel Pfefferminz- oder Fichtennadelöl, werden auch die Sinne verwöhnt. Dafür eignet sich auch ein Raumduft oder eine Duftlampe. 
Mindestens einmal pro Woche geht es mit der ganzen Familie in die Sauna. Mit Aufgüssen und Kalt-Wasser-Anwendungen werden Kreislauf und Immunsystem in Schwung gebracht. In Finnland gießt man dabei mit Birkensud, der reinigend wirkt. Manchmal werden auch Arme, Beine und der Rücken mit frischen Birkenzweigen abgepeitscht – das regt die Durchblutung zusätzlich an.
Um die wenigen Sonnenstunden zu nutzen, ist ein täglicher Spaziergang bei den meisten Nordlichtern Pflicht. Oder das traditionelle Eisangeln an einem der vielen Seen. Frische Luft und Bewegung kurbeln nämlich nicht nur die Vitamin-D-Produktion an, sondern lassen den Körper auch Glückshormone ausschütten.

Ein beliebtes Allheilmittel ist Meerrettich: Roh gerieben, als Tee oder in heißer Milch machen die Scharfstoffe Bakterien und Keimen den Garaus.

Baldini und Primavera Harmonisierend: Bio-Raumduft Baldini „Feel Schnee“ von Taoasis
Stärkend: Saunaaufguss Weißtanne Cajeput von Primavera



Gezielte Pflege für den Körper

Unter drei oder mehr Bekleidungsschichten führt der Körper ein echtes Schattendasein. Gezielte Pflege ist deshalb für Skandinavierinnen ein Muss.

Die schwedische Beauty-Expertin Linda Öhrström schwört auf diesen Trick: „Ich trage Körperöl auf, bevor ich dusche oder in die Badewanne gehe. Das schließt die Feuchtigkeit besonders gut in die Zellen ein.“ Auch nach der Sauna pflegen die Nordlichter sich oft mit Körperöl. Neben Klassikern wie Mandel- oder Olivenöl greifen sie dabei auch gerne zu ihren heimischen Ölen, wie Weizenkeim- und Zedernussöl. Letzteres ist vor allem in Russland und Sibirien ein beliebtes Heilmittel zur Stärkung der Abwehrkräfte und wird dort auch innerlich angewendet.

Ob Isländerin oder Lappländerin: Viele Wirkstoffe für Beautyanwendungen kommen aus der Region, zum Beispiel Kieselerde, Meersalz und Algenextrakte. Schwedinnen schätzen ein Fußpeeling mit duftendem Waldhonig und Meersalz. Dafür etwas Salz mit Honig vermengen und kreisend einmassieren. (Foto: © gettyimages/ Alison Wright)

Eubiona und Weleda Pflegend: Honig-Kräuter-Lotion von Eubiona
Nährend: Nachtkerze Revitalisierungs-Öl von Weleda

Bloß kein Frizz-Effekt!

Extreme Temperaturen, Wetterwechsel: Haare mögen so viele Reize gar nicht, sie werden strohig. Mützen allein können dagegen wenig ausrichten. Im Gegenteil: Sie sorgen für noch mehr Frizz-Effekt, sprich: widerspenstige, krisselige Haare.

Dagegen hilft gezielte Pflege: Shampoos und Kuren mit Mineralerde und Birkenextrakten besänftigen eine empfindliche Kopfhaut und schenken dem Haar Geschmeidigkeit. Haaröle sorgen für Glanz und legen sich wie ein Schutzfilm um splissanfällige Spitzen – einfach zwei Tropfen auf den Handinnenflächen verreiben und in die Haarspitzen kneten. Waschungen mit dem nordischen Wundermittel Acker-Schachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, gelten als stärkend für strapazierte Haare.

Viele Skandinavierinnen schwören auf einen ganz einfachen Trick: Sie waschen ihre Haare im Winter höchstens jeden zweiten Tag – wenn es geht, auch noch seltener. So bildet sich eine natürliche Talgschicht, die durch gründliches Kämmen bis in die Spitzen verteilt werden kann.

Logona und Urtekram Glättend: Repair-Haaröl von Logona
Feuchtigkeitsspendend: Nordic Birch Conditioner von Urtekram