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Beauty & Pflege

Schöner Schauer

Schöner Duschen (© iStockphoto)
(© iStockphoto)

Frischekick oder Entspannungsritual, Dufterlebnis oder sanfte Massage – unter der Dusche wird auch die Seele gestreichelt. // Steffi Schmitz

„Ab unter die Dusche!“ heißt es täglich für zwei Drittel der Deutschen. Vor allem morgens gehören zehn Minuten unterm heißen Wasserstrahl zum Wachwerde-Ritual. Für Dermatologen ist das allerdings zu lange und zu heiß. Sie empfehlen drei bis fünf Minuten Duschvergnügen bei höchstens 35 Grad. Das genügt völlig, um sauber zu werden – und schont den Schutzfilm der Haut.

Weniger ist auch beim Duschgel mehr: Eine haselnussgroße Menge reicht, wenn man sich beim Einseifen vor allem auf Schwitzzonen wie Achseln, Füße, Brust oder Rücken konzentriert.

Tipp:

Drei bis fünf Minuten Duschvergnügen bei höchstens 35 Grad sind genug, um richtig sauber zu werden. Und für die Umwelt ist‘s umso besser, je weniger Wasser verbraucht wird. 

Leider steckt in konventionellen Produkten immer noch viel zu viel Chemie: Billige Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, künstliche Emulgatoren, Mikroplastik und vor allem der berüchtigte „Schaumschläger“ Sodium Laureth Sulfate, ein aggressives Tensid zur Reinigung, das die Haut reizen kann.

Übrigens:

Abendliches Duschen baut Stresshormone ab und lässt uns gerade nach einem schweißtreibenden Sommertag besser schlafen. Aber bitte nicht eiskalt abbrausen, da sich die Blutgefäße erst zusammenziehen, dann wieder weiten und für erneute Schweißausbrüche sorgen.

Schöner duschen - Blüten (© iStockphoto)

(© iStockphoto)

Wer dagegen mit zertifizierter Naturkosmetik duscht, der kann Schaum, Pflege und Duft unbeschwert genießen. Denn hier machen natürliche Zucker- oder Kokostenside beziehungsweise waschaktive Aminosäuren einen sauberen Job. Mittlerweile gibt es sogar komplett tensidfreie Duschcremes mit Lavaerde. Für ein gepflegtes Hautgefühl sorgen natürliche Öle aus Sesam, Olive, Mandel oder Avocado. Hautschmeichler sind auch Mango-, Shea- und Kakaobutter. Gegen den Feuchtigkeitsverlust arbeiten Aloe-vera-Extrakt und pflanzliches Glyzerin effektiv an.

Für Nasenmenschen ein unverzichtbares Extra: der Duft aus natürlichen ätherischen Ölen. Schlafmützen lieben Zitrusnoten als Wachmacher, für Männer gibt es holzig-krautige Düfte wie Kiefer und Rosmarin. Wer es sinnlich mag, der kann sich unter einem speziellen Regenduschkopf in eine Wolke aus Mango, Frangipani oder Vanille hüllen.

Für Sensible:

Nur zwei- bis dreimal die Woche zu duschen, reicht bei empfindlicher Haut  aus – und übrigens eigentlich auch bei allen anderen Hauttypen! Zwischendurch tut‘s der Waschlappen.

Problematisch können Duftstoffe allerdings für Menschen mit sensibler Haut sein. Zum Glück gibt es mittlerweile viele parfumfreie Sensitiv-Produkte, die zudem noch mit hautberuhigenden Extrakten punkten. Am besten greifen sie zu einer Duschcreme oder einem Duschbalsam. Aber auch wenn hier der Fettanteil zwischen 40 und 80 Prozent liegen kann,  erspart einem das nicht das anschließende Eincremen.

Bei immer mehr Menschen liegt auch ein Stück Naturseife auf der Duschablage, zum Beispiel Aleppo-Seife aus Olivenöl. Sie punktet mit wenigen Inhaltsstoffen, wenig Verpackung und wird als basische Pflege auch von Neurodermitikern und Schuppenflechte-Patienten geschätzt.

Duschgels haben eine leichtere Konsistenz und schäumen stärker. Sie eignen sich prima für normale oder fettige Haut, weil diese die hauteigenen Lipide nach dem Duschen problemlos wieder aufbaut. Auch ein wöchentliches Duschpeeling ist für diese Hauttypen völlig okay. Die Peelings enthalten kleine Rubbelpartikel aus Meersalz, Bambuspulver oder Jojobawachs, die Hautschüppchen entfernen und die Durchblutung ankurbeln.

Unterstützend wirkt eine Massage mit Luffaschwamm, Sisalhandschuh oder einem speziellen Roller. Anschließend kann die Haut straffende Wirkstoffe wie Birkenextrakt oder Koffein viel besser aufnehmen.

Tipp:

Auch gegen Cellulite kann man unter der Dusche etwas tun, mit einer Wechseldusche à la Kneipp. Die abwechselnd warmen und kalten Güsse regen den Stoffwechsel an.

Männer mit ihrer dickeren und elastischeren Haut können darauf verzichten. Weil sie aber stärker schwitzen und mehr Talg produzieren, stehen die Herren öfter unter der Dusche als die Damen. Allerdings muss es bei ihnen zumeist schnell und effektiv zugehen. Deshalb mögen viele 2-in-1-Produkte, also Shower-Gel und Shampoo in einem. Sie bieten einen Mix aus reinigenden und rückfettenden Substanzen, der nicht zu ölig für die Haare und nicht zu tensidhaltig für den Körper ist.

Schöner Duschen (© iStockphoto)
Für die meisten Deutschen beginnt der Tag mit einer Dusche. (© iStockphoto)

Schöner duschen (© iStockphoto)

Unterschiedlich sind aber die individuellen Vorlieben, was zum Pflege- und Wohlfühl-Ritual dazu gehört: Schwämme, Bürsten, Duschcremes, Naturseife – alles ist möglich. (© iStockphoto)