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Beauty & Pflege

So strahlt Ihre Haut im Frühling

Make-Up (© plainpicture)
(© plainpicture)

In diesem Frühjahr darf Make-up leicht und lässig sein. Wir verraten Ihnen in 5 Schritten, wie Sie das locker hinbekommen. // Steffi Schmitz

Klingt ziemlich entspannt, der Make-up-Trend dieses Jahr: Sie müssen sich nicht mühen, um einen makellosen Teint hinzubekommen oder die Gesichtskonturen kunstvoll modellieren. Stattdessen darf Ihre Haut natürlich strahlen, Muttermale und Sommersprossen brauchen Sie nicht zu verstecken. Kurzum, aus Miss Perfect wird eine, die selbstbewusst zu ihren kleinen Besonderheiten steht.

Nach dem Winter sieht Ihr Gesicht morgens blass und müde aus, mit roten Stellen hier und da oder dunklen Augenringen? Da helfen oft schon ein Peeling, das die Haut erfrischt, und ein geschickt eingesetzter Concealer.

A und O für einen tollen Teint ist und bleibt aber eine gute Grundierung. Eine, die zuverlässig abdeckt, aber die Poren der Haut nicht mit Paraffin und Silikonöl verstopft, wie manch konventionelles Produkt. Die neue Natürlichkeit funktioniert eben am besten mit Naturkosmetik-Make-up. Das pflegt mit wertvollen Pflanzenfetten wie Jojobaöl oder Sheabutter, die die Haut atmen lassen. Mit Glycerin hält es sie feucht, auch pflanzliche Anti-Aging-Stoffe wirken mitunter darin.

Ob Ihr Teint sehr hell oder eher dunkel ist, natürliches Make-up gibt es in vielen Nuancen. Wie Sie die passende finden und gekonnt auftragen, verraten wir Ihnen Schritt für Schritt.

Make-Up (© iStockphoto)Die richtige Unterlage

Make-up hält am besten auf glatter, gut durchfeuchteter und nicht zu fettiger Haut. Deswegen ist es wichtig, dass Sie Ihr Gesicht zunächst gut reinigen und von Talg und Schmutz befreien. Ein wöchentliches Peeling oder eine Reinigungsmaske verhindern, dass das Make-up an trockenen Hautschüppchen hängenbleibt und bröselig wirkt.

Konventionelle Produkte setzen dafür oft Mikroplas­tik ein, das die Umwelt belastet und Meerestieren schadet – auf lange Sicht vielleicht auch uns. Natürliche Produkte hingegen rubbeln sanft mit Stoffen aus der Natur wie fein gemahlenen Aprikosenkernen, Jojobaperlen oder Tonerde. Tragen Sie nach dem Reinigen unbedingt eine Tagescreme auf. Sie pflegt die Haut nicht nur, sondern sie verhindert auch, dass trockene Stellen im Gesicht das Make-up fleckig aussehen lassen.

Die passende Farbe

Die Farbpalette der Naturkosmetik-Make-ups reicht mittlerweile von hellem Elfenbein bis hin zu dunklen Karamelltönen. Dafür sorgen vor allem mineralische Farbpigmente. Das sind chemische Verbindungen von Spurenelementen wie Eisen und Zink oder des Metalls Titan, die in Erzgesteinen oder Tonerde vorkommen.

Die Farbstoffe Titandioxid und Zinkoxid bieten überdies einen leichten UV-Schutz. Perlglanzpigmente zaubern einen Schimmer auf die Haut, der Fältchen weich zeichnet. Wer sich blasser oder dunkler schminken will, sollte bedenken, dass aus einem weißen Schneewittchen-Teint niemals ein bronze schimmernder Beach-Girl-Look wird und umgekehrt. Bleiben Sie deshalb lieber möglichst nah am eigenen Hautton, sonst wirkt Ihr Gesicht schnell maskenhaft. Ein bisschen mogeln können Sie mit gelblichem Make-up, das lila Äderchen kaschiert und den Hautton so eben­mäßiger erscheinen lässt.

Make-Up (© iStockphoto)Die perfekte Konsistenz

Make-up besteht meist aus pudrigen Bestandteilen wie Talkum, aus Farbpigmenten, Ölen, Fetten und Wachsen sowie Wasser. Je nach Mengenverhältnis ändern sich Deckkraft und Konsistenz. Flüssige Sorten lassen sich prima verteilen, decken aber nicht so stark. Solche Liquid-Make-ups gibt es speziell für trockene Haut, der sie Feuchtigkeit spenden, als auch für fettige Haut, die sie mattieren. Diesen Effekt hat auch fluffiges Mousse-Make-up.

Compact-Grundierung mit hohem Puderanteil ist relativ dick und deckt sehr gut, prima für normale bis unreine Haut. Cremigere Varianten mit Anti-Aging-Wirkstoffen passen aber auch zu reifer, anspruchsvoller Haut. Sie möchten eine besonders leichte Grundierung? Dann greifen Sie zu Mineral-Make-up, das den Teint mit reinem Mineralpuder sanft schimmern lässt und zudem sehr hautverträglich sein soll.

(© iStockphoto)

Das clevere Kaschieren

Dunkle Ringe unter den Augen oder lästige Pickelchen am Kinn – der Concealer übernimmt, wenn die Deckkraft des Make-ups nicht ausreicht. Praktisch, wenn er mehrere Farbtöne enthält: Grün lässt Rötungen verschwinden, Rosa kaschiert Augenringe und Beige überdeckt kleine Unreinheiten.

Make-up-Profis tragen ihn unter den Augen nicht als Halbmond, sondern als Dreieck auf, das mit der Spitze nach unten bis zum Nasenflügel reicht. Das hellt das Gesicht auf und lässt es frischer wirken. Vorsicht, der Ton sollte nicht zu hell herausstechen. Flüssigen Concealer am besten erst nach der Foundation auftragen, da er sonst mit verrieben wird. Solcher, der  fester und farbiger ist, kann unter das Make-up. 

Der letzte Schliff

Damit die Grundierung möglichst lange hält, fixieren Sie sie am besten zum Schluss. Herkömmliches  Make-up-Fixing-Spray ist dazu nicht nötig, zumal es bedenkliche Tenside enthalten kann. Ein paar Sprühstöße Blütenwasser tun es auch und duften zudem zart.

Oder Sie greifen zu transparentem Puder – auf Nase, Stirn und Kinn, wo die Haut schnell glänzt. Den können Sie mit Pinsel oder Pad auftragen,  oder versuchen Sie’s mal mit einem Make-up-Schwämmchen: anfeuchten, losen Puder aufnehmen und wiederholt schnell auf die Haut pressen. So verbindet sich der Puder perfekt mit der Grundierung. I-Tüpfelchen für einen strahlenden Teint ist Highlighter, auf dem höchsten Punkt der Wangenknochen und unter den Augenbrauen.

Make-Up (© iStockphoto)

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Für ein lässig-leichtes Make-up

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3 Fragen an ... Theresa Schütz

Theresa Schütz (© PR-Material)
Theresa Schütz ist
Make-up-Artist im Mainraum
Naturkosmetik-Studio
in Frankfurt.

1 Wie trage ich Make-up am besten auf?

Theresa Schütz: Weniger ist mehr. Ich empfehle, das Make-up dünn aufzulegen. Deckt es Ihnen dann nicht genug, lieber im zweiten Schritt noch einmal nachlegen. Von der Stirn Richtung Kinn auftragen und von innen nach außen schön verblenden. Ich arbeite dabei am liebsten mit einem Foundation-Pinsel. Das geht zügig und das Ergebnis sieht gleichmäßig und natürlich aus.

2 Was ist der häufigste Make-up-Fehler?

Theresa Schütz: Oft ist der Farbton nicht der richtige, sodass sich unschöne Ränder am Übergang vom Gesicht zum Hals zeigen. Genau dort sollte man das Make-up auch testen. Der Farbton ist perfekt, wenn der Übergang praktisch nicht zu sehen ist. Am besten am Fenster bei Tageslicht schminken.

3 Gibt es Alternativen zum klassischen Make-up?

Theresa Schütz: Eine getönte Tagescreme verleiht der Haut eine leichte, sehr natürliche Tönung. Ihre Deckkraft ist gering, da sie weniger Farb­pigmente enthält als Foundation. Sogenannte BB- und CC-Creams sind Tagespflege, leichter Sonnenschutz und Make-up in einem. Auch sie decken meist nur gering.  Bei beiden Produkten ist die Farbauswahl im Unterschied zur Foundation nicht sehr groß. Im Sommer kann man auch mal nur einen leichten Puder benutzen mit etwas Abdeckstift oder Concealer darunter, wenn kleine Unebenheiten oder Rötungen kaschiert werden sollen.

Erschienen in Ausgabe 03/2018