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Auch schön ... Die cosmia-Kolumne: Ab jetzt nur noch gesund und munter.

Jutta Koch
Jutta Koch (39) ist Redakteurin
bei cosmia. Als Kolumnistin
erzählt sie aus ihrem Leben
mit Job, fünfjährigen Zwillingen
und allem Übrigen zwischen
Wonne und Wahnsinn.

Hand aufs Herz. Haben Sie im alten Jahr auch wieder mehr Zeit im Wartezimmer Ihres Arztes verbracht als beim Friseur Ihres Vertrauens? Ich schon. Und ich spreche nicht als Golden Girl im dritten Lebensalter zu Ihnen, sondern als Noch-unter-40-Jährige!

Während ich Ihnen hier schreibe, kommt mein Mann übrigens gerade mit unserem fiebernden Sohn vom Notdienst nach Hause: Alle Kinderärzte sind im Urlaub, alle Viren und Infekte haben sie uns leider dagelassen.

Sie vermuten das jetzt vielleicht nicht, aber: Mir ist es ziemlich unangenehm über Krankheiten zu reden. Davon zu erzählen fühlt sich immer nach nöliger Pechvogeligkeit an. Da traf es sich schlecht, dass mich am Ende dieses Sommers eine Kollegin nach meinem Urlaub fragte: „Na, war’s schön?!“ Mir entfuhr ein gepresst klingendes: „Pfffffh, jaaa, schon.“ War schön. Aber nicht nur. Mein Sohn startete mit einer Gehirnerschütterung in die Sommerferien, ich mit einem Hals-Nasen-Ohren-Infekt, den ich nach 14 Tagen im Luftkurort (!) wieder mit zurück nach Hause brachte.

In den Osterferien war’s dasselbe Schlamassel, da hatte ich pünktlich zur Abreise eine Mandelentzündung bekommen und saß mit Schüttelfrost am Flughafen – die Ibu-Profen-Packung so fest umklammert wie andere ihren Reiseführer für die Balearen.

Und das wiederum war noch harmlos gegen den Tiefschlag im Februar, als ich meinen Mann zum 40. mit einem Kurztrip ins Gebirge überraschen wollte. Leider wurden dort die Kinder krank. Magen-Darm-Infekt. Ich hoffe, das wunderschöne Hotelzimmer hat sich inzwischen von uns erholt.

Das alles erzählte ich der fröhlichen, gut gebräunten Kollegin im August natürlich nicht. Doch bevor ich elegant das Thema wechseln konnte, gesellte sich eine andere Kollegin zu uns und fragte: „Du warst im Urlaub? Mensch, hoffentlich war’s dieses Jahr besser als letztes!“

Ab diesem Moment konnte ich leichten Herzens von meinen Sommerferien erzählen. Denn im Vergleich zu 2017 war’s ungelogen allererste Sahne. Damals hatten in Italien drei von vier Familienmitgliedern die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (googeln Sie’s nicht!).

Manchmal kann’s eben nur noch besser werden – und das wird’s dann auch. In diesem Sinne: Gesundheit allerseits! Hurra, 2019!