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Auch schön ... Die cosmia-Kolumne: Mit Trick 17 zur 40

Jutta Koch
Jutta Koch (40) ist
Redakteurin bei cosmia:
Als Kolumnistin erzählt sie aus
ihrem Leben mit Job,
fünfjährigen Zwillingen und
allem Übrigen zwischen Wonne
und Wahnsinn.

Im vergangenen Herbst habe ich an dieser Stelle vom Scheitern berichtet. Meinem ganz persönlichen Scheitern beim Versuch, eine Bierflasche zu öffnen – ohne Öffner.

Nach einem verpassten Sundowner hatte ich es mir zum Ziel gesetzt, noch vor meinem 40. Geburtstag zu lernen, Flaschen in allen Lebenslagen und ohne Gefahr für Leib und Leben zu öffnen.

Prost! Mission erfüllt

Ein halbes Jahr später, pünktlich zu meinem Geburtstag, sage ich: Prost! Und: Danke an alle, die mich mit ausgebufften Kniffen und nutzwertigen Tipps versorgt haben. Kollegen luden zum Übungsbier ein. Freunde sogar zu eigens konzipierten Workshops mit diversen Versuchsanordnungen. Und von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bekam ich nicht nur Instruktionen aus der eigenen Trickkiste, sondern auch Links zu inspirierenden Youtube-Videos und Fernsehbeiträgen.
Ich weiß jetzt, dass sich Bierflaschen auch mit CDs, fliegenden Frisbees oder per Fußtritt öffnen lassen – auch wenn ich selbst die vergleichsweise unspektakuläre Feuerzeug-Variante bevorzuge. Ich lernte auch, dass Weinflaschen sich entgegen meiner Erfahrungen sehr wohl durch „An-die-Wand-Schlagen“ entkorken lassen – es muss nur ein Schuh als Stoßdämpfer über den Flaschenboden gestülpt werden. Und Sektflaschen, das beteuern jedenfalls heißblütige Franzosen, kann man auch mit einem Säbel köpfen. Glücklicherweise hatte ich mit Sektflaschen noch nie Probleme. Ich wüsste auch wirklich nicht, woher ich den Säbel nehmen sollte.

Stolz kann ich Ihnen also verkünden: Um mich müssen Sie sich nicht mehr sorgen – ich werde fortan vor keiner geschlossenen Bierflasche mehr verdursten. Mission erfüllt.

Und nun? Was bleibt, wenn das große Ziel erreicht und 40 Lebensjahre voll sind? Jede Menge! Im Moment lerne ich das Kraulschwimmen. Heißt konkret: Was ich an Bier im Leben zu wenig getrunken habe, hole ich jetzt mit Chlorwasser nach. Außerdem habe ich fest vor, endlich auch meinen uralten Plan zu verwirklichen, die Zither spielen zu lernen. Wenn ich dabei nicht weiterkomme, dann weiß ich ja, wo ich Hilfe finde: hier – bei Ihnen. Wie schön.