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Eco Fashion & Lifestyle

„Fortschritt stelle ich mir schöner vor“

© gettyimages

Der Schauspieler Thomas Darchinger verrät, was er von Kosmetik für Männer hält, welche Art von Fortschritt er gut findet und warum er seit kurzem Bienenvölker hat.

Kosmetik wird ja längst auch für Männer immer wichtiger. Welche Rolle spielt dieses Thema für Sie?

Männern ist natürlich auch längst klar, dass sie genau wie Frauen massiven Beeinträchtigungen ausgesetzt sind, zum Beispiel durch verschmutzte Luft und Stress. Und das Schönheitsideal des Mannes ist ja normalerweise eher nicht das des Waldschrats. Außerdem sind wir heute auch mit 50 noch mitten im Leben. Da möchte man frisch aussehen, nicht schrumpelig. Dafür muss man was tun. Ich persönlich mache das sehr gerne mit Produkten, die mir gesund vorkommen. Schließlich ist es meine Haut!

Und welche Produkte sind das zum Beispiel?

Ich mag Naturkosmetik von Dr. Hauschka. Das ist für mich eine dieser Firmen, die mir das Gefühl geben: Wir können Zukunft. Ich zumindest bin kein Freund von Zukunftsmodellen, in denen es nur noch um Technisierung geht. Ich möchte nicht, dass meine Kinder in 50 Jahren nur noch technisierte Lebensmittel essen und diese unglaublich wunderbare Mutter Erde von uns ruiniert worden ist.
Ich stelle mir Fortschritt schöner vor. Guter Fortschritt geht im Miteinander. Da kommt man besser hin, wenn man ganzheitlich denkt.

Da sind Hersteller wie Dr. Hauschka Vorreiter. Die klopfen alles, was
sie machen, darauf hin ab, ob es ihren Anforderungen an Fairness und Ganzheitlichkeit entspricht – bis zur Verpackung, bis zum Umgang mit ihren Mitarbeitern. Das gefällt mir sehr.

Und Ihre Partnerin, die ja auch Schauspielerin ist, und Ihre beiden Töchter: Verwenden die auch Naturkosmetik?

Also meine kleine Tochter schminkt sich, wenn sie mit ihren Freundinnen Verkleidungsspiele macht. Da geht es grell und schräg zu. Da muss man als Eltern schon aufpassen, dass die Sachen nicht giftig sind – auch wenn ich jetzt hier nicht unbedingt auf Naturkosmetik bestehen würde. Meiner großen Tochter kann man eh nichts vormachen: Sie studiert „nachhaltige Entwicklung“, lässt nur Bio an sich ran. Meine Frau mischt. Pflegeprodukte sind Naturkosmetik, Lippenstifte und andere Schminkutensilien öfter auch mal konventionell.

Welche Werte sind Ihnen bei der Erziehung Ihrer Töchter wichtig?

Erziehung ist sauschwer, weil man ständig an seine eigenen Grenzen kommt. Dadurch ist es aber auch eine Chance, dass man selber was lernen kann. Meine Kinder sollen am Ende sagen wollen: Der alte Mann war echt okay. Hat mir viel beigebracht, vor allem, dass ich an mich glauben soll, Respekt haben soll, offen sein, klug, mit großem Herz und meine Träume leben.

Wie halten Sie sich fit?

Sport mache ich sehr gern, aber nur, wenn es spielerisch ist. Alles was Fitness im direkten Sinn ist, ödet mich an. Ich spiel’ mit Freunden Fußball oder Tennis. Ansonsten gehört zum Fithalten auch sehr dazu, dass man sich nicht stressen lässt, sich gesund ernährt. Da bin ich besser als beim Hantelnheben.

Worauf legen Sie beim Thema Ernährung Wert?

Viele regionale Produkte, sehr gern bio, ausgewogen. Aber ich habe überhaupt keine Lust, analytisch ans Essen zu gehen. Essen muss unverkrampft und lustvoll sein. Diäten und Ernährungsdogmen halte ich für Quatsch.

Sie haben seit kurzem zwei eigene Bienen-Völker und imkern. Warum?

Ich lebe auf dem Land. Bienen leben heute eher in der Stadt, weil es da mehr Blumen gibt. Das ist absurd. Das möchte ich wieder ein kleines bisschen geraderücken. Bienen sind außerdem sehr spannend für uns Menschen, weil sie keine Egoismen kennen.

Was bedeutet Luxus für Sie?

Dass ich eine wunderbare Familie habe, Menschen, die ich liebe, die mich lieben. Dass ich einen Beruf habe, in dem ich mich ausleben kann. Dass ich in einem Land lebe, in dem ich frei denken und sprechen darf.

Dass ich mir gönne, spontan zu sein und immer wieder verrückte Ideen umsetze.

In dieser Hinsicht wünsche ich jedem Luxus. Materieller Luxus ist allermeistens unbefriedigend.

Der Schauspieler Thomas Darchinger (52) wurde durch seine Rolle als Maxi Grandauer in der Serie ‚Löwengrube’ bekannt. Seitdem wirkte er in über 100 TV-Produktionen mit, zum Beispiel im Tatort oder Polizeiruf 110. Er spielte Hauptrollen in Formaten wie ‚Der Ermittler’ oder ‚Rosa Roth’. Mit seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Katharina Schwarz, und seiner 7-jährigen Tochter lebt er am Starnberger See. Er hat außerdem noch eine 22-jährige Tochter.