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Eco Fashion & Lifestyle

Grüner Glamour bei der Modewoche

Eco Fashion boomt: Bei der Berliner Fashion Week erobert ökologisch produzierte Mode die Laufstege – und auch die Naturkosmetik setzt sich immer mehr durch. // Alex Vogt

Styles, Farben, Trends: Im Juli zog die Berliner Fashion Week wieder alle Modebegeisterten in ihren Bann. Ein Trend stand dabei zusehends im Mittelpunkt: ethisch produzierte Mode. Grüne Labels zeigten ihre Kreationen auf den großen Modemessen wie der Bread & Butter sowie auf der Ethical Fashion Show, dem Greenshowroom und auf den Laufstegen.

Showfloor mit vielen Promis

Als Laufsteg-Event etabliert hat sich der auf nachhaltige Mode spezialisierte Lavera Showfloor. Alle Models werden hier mit Naturkosmetik von Lavera geschminkt. Gleich zur Eröffnung kam viel Prominenz ins Umspannwerk am Berliner Alexanderplatz: Renate Künast, Dr. Auma Obama, Sila Sahin, Franziska Knuppe, Ruth Moschner und Jorge González outeten sich als Öko-Fashionistas.

Insgesamt sahen an drei Tagen über 9 000 Besucher die Kollektionen von 13 Designern. Klare Formen und Farben zeigte der bulgarische Shootingstar Nikolay Bozhilov. Das Label Aether Studios wandte sich für seine Sommerkleider fließenden Stoffen und pastelligen Farben zu. Ivana Basilotta schickte Models mit veganen Schuhen auf den Catwalk. Ein Höhepunkt des Lavera Showfloor war die Schau von Hellen van Rees. Die Gewinnerin des von Hessnatur initiierten „Humanity in Fashion Award“ hielt ihre Kollektion in der Farbpalette Weiß, Grau, Pastellgelb und Türkis. Einen besonderen Reiz gewinnen ihre Arbeiten durch die aufwendige Produktion in Handarbeit: Die niederländische Designerin verwendet Reststoffe und recycelte Garne.

Auch bei der Netzwerkparty der grünen Modeszene „Greenlounge“ wurde mit Naturkosmetik geschminkt, dort gab es eine Make-up-Session der Firma Benecos.

Begeistert von Naturkosmetik

Am letzten Abend der Fashion Week lud der bekannte Designer Michael Michalsky zu seiner StyleNite ins Tempodrom. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Important Secrets“. Kein Geheimnis ist dagegen Michalskys Begeisterung für Naturkosmetik: Wie auch in den vorangegangenen drei Saisons wurden die Models mit Produkten der Marke Sante geschminkt.

Passend zum Thema liefen die Models mit stark betonten Augen über den Laufsteg. Dazu zeigte Michalsky eine durch viel Weiß und Schwarz geprägte Kollektion, kombiniert mit Silber-, Grün- und Rosametallic. Gastdesignerin Esther Perbandt konzentrierte sich auf klassische Töne wie Schwarz, Weiß und Grau.

Neues Projekt

Farbe aus Algen
Das Label Blond & Bieber greift das bislang ungenutzte Potenzial von Algen in der Modeindustrie auf.

Das Meer steckt voller Ressourcen, die uns schöner machen. Algen beispielsweise gelten als gesund und nährstoffreich. In der Kosmetikindustrie ist die Verwendung von Algen bereits gang und gäbe, doch wie sollen Algen den Weg in die Mode finden? Das Label Blond & Bieber hat es herausgefunden: Man kann mit Algen Textilien färben.

Hinter dem Studio Blond & Bieber stecken die Produktdesignerinnen Essi Johanna Glomb und Rasa Weber, die in Berlin an ihren zukunftsweisenden Ideen arbeiten. Bei ihrem experimentellen Verfahren „Algaemy“ handelt es sich um einen analogen Textildruck, der eigene Pigmente kreiert. Dabei können aus den verschiedenen Arten der Mikroalge eine Reihe von Nuancen der Farbpalette gewonnen werden: Blau-, Grün-, Braun- und Rottöne sind möglich.

Mit Algaemy gewannen die beiden Designer den Output-Award 2014. Während der Berliner Fashion Week wurde das neue Projekt des Labels im Greenshowroom präsentiert – einem unkonventionellen Messe-S howroom für nachhaltige Mode im Hotel Adlon. Den hohen Anforderungen des Greenshowrooms in Bezug auf die Verwendung umweltfreundlicher Materialien und einer ökologisch fairen Arbeitsweise wird Blond & Bieber auf jeden Fall mehr als gerecht.

Erschienen in Ausgabe 09/2014