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Eco Fashion & Lifestyle

Interview mit Mammut

Ressourcenschonend heißt langlebig

Adrian Huber von Mammut
Adrian Huber, Corporate
Responsibility, Verantwortlicher
der Mammut Sports
Group AG

Wie vermeidet Mammut bedenkliche Chemikalien in Outdoor-Bekleidung?

Mammut ist seit 2010 Systempartner von Bluesigntechnologies, dem strengsten Chemikalien-Standard der Bekleidungsbranche. Dabei werden über 11.000 Substanzen geprüft. Nur solche, die für Mensch und Umwelt ungefährlich sind, gehen in Produktion. Aktuell sind über 70 Prozent unserer Produkte nach dem Standard zertifiziert. Ein Beispiel für solche Prozesse ist PFC. Diese sogenannten per- und polyfluorierten Chemikalien sorgen dafür, dass Textilien wasserdicht sind. Wir arbeiten seit 2015/2016 an der Reduzierung von PFCs. Wir forschen an Alternativen, die aber in der Praxis genauso gut funktionieren müssen. Aktuell sind rund 70 Prozent des Sortiments PFC-frei, 2025 sollen es 100 Prozent sein.

Wo gelingt der Umstieg auf alternative Materialien noch nicht?

In der Linie „Eigner Extrem“ für den hochalpinen Einsatz. Hier können wir keine Kompromisse machen, denn sie muss in Extremsituationen funktionieren. Das ist lebenswichtig.

Wie trägt Recycling zu einer ressourcenschonenden Produktion bei?

Wir setzen Recyclingfasern aus PET-Flaschen etwa bei Rucksäcken ein. Hochwertige Fasern aus Altkleidung zu gewinnen ist noch schwierig. Mischgewebe müssen aufwendig von Hand getrennt werden. Ressourcenschonend heißt für uns auch langlebig. Eine Mammut-Jacke hält bis zu 25 Jahre. Außerdem haben wir seit 40 Jahren einen Reparaturservice. Rund 9.000 Rucksäcke, Schuhe, Schlafsäcke und Jacken reparieren Näherinnen und Näher für uns jährlich in Deutschland.

Woran arbeitet Mammut gerade?

Wir arbeiten intensiv am Thema CO2-Reduktion. Wir haben uns als Unterzeichner der „UN Fashion Industry Charter for Climate Action“ dazu verpflichtet, innerhalb der nächsten zehn Jahre 30 Prozent unserer CO2-Emissionen zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu sein. Im ersten Schritt haben wir den kompletten Fußabdruck analysiert. Im zweiten entwickeln wir Reduktionsmaßnahmen, die sicherstellen, dass wir unsere Ziele erreichen.