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Fitness & Gesundheit

Ab ins Wasser

© gettyimages,Henglein and Steets

Von Schwimmen oder Stand Up Paddeln im Badesee bis Aqua-Jogging im Freibad – hier finden Sie coole Sportideen, um sich bei Sommerhitze fit zu halten. // Marco Theuer

Sommer. Am knallblauen Himmel ist kein Wölkchen zu sehen, die Hitze flimmert auf dem Asphalt. Jetzt joggen gehen? Unmöglich, viel zu heiß. Ins Fitnessstudio? Keine Lust drinnen zu trainieren. Die Lösung ist ganz einfach: Ab ans Wasser! In Schwimmbädern und an Badeseen gibt es viele Möglichkeiten, etwas für seine Fitness zu tun, sich dabei zu erfrischen und Spaß zu haben. Schwimmen, Paddeln, Aqua-Gymnastik und Beach-Volleyball – wir verraten, wie Sie sich bei Hitze fit halten können.

Bauch, Beine, Po –Schwimmen bringt’s!

Egal ob im Freibad oder im Badesee, Schwimmen zählt zu den beliebtesten und gesündesten Fitness-Methoden. Fast alle Muskeln des Körpers sind beteiligt, man gerät zwar ins Schnaufen, doch selten ins Schwitzen. Die Bewegung im Wasser entstaut die Gefäße, steigert die Fettverbrennung und der Wasserdruck beansprucht eine ganze Reihe von Muskeln.

Kraulen zum Beispiel hat eine sehr „festigende“ Wirkung auf Arme, Beine und den Po. Rückenschwimmen ist ideal für einen flachen Bauch, es trainiert sämtliche Muskelgruppen in diesem Bereich. Ein wenig Vorsicht ist beim Brustschwimmen geboten. Wer den Kopf hoch hält, verkrampft schnell mal die Nacken- und Schultermuskulatur. Besser ist es, das Gesicht ins Wasser zu tauchen und die Augen notfalls mit einer Schwimmbrille zu schützen. Toller Nebeneffekt des Schwimmens: Wasser wirkt Cellulite entgegen. Der Druck von außen fördert die Durchblutung, Giftstoffe werden abtransportiert und das Gewebe gestrafft.

Warum nicht mal wieder auf den Sprungturm wagen? Das bringt nicht nur Spaß und Nervenkitzel, schon das Hochklettern lässt die Kalorien purzeln. Die Körperspannung beim Absprung und Eintauchen trimmt etliche Muskeln in Armen, Beinen und Schultern.

© gettyimages

Aqua-Fitness in der Gruppe von A bis Z

Wer nicht alleine seine Bahnen ziehen mag oder Abwechslung sucht, für den bieten vor allem größere Freibäder Fitness-Kurse im Schwimmbecken an. Was gerade bei sommerlichen Temperaturen an Land als schweißtreibende Strapaze empfunden wird, macht im kühlen Nass mehr Spaß und sorgt ebenso für eine tolle Figur. Weil das Wasser dem Körper viel mehr Widerstand entgegensetzt als Luft, müssen die Muskeln sogar noch mehr leisten. Der Energieverbrauch ist bis zu fünf Mal höher als der an Land.

Die wohl bekannteste Form der Aqua-Fitness ist das Joggen im Wasser. Dabei wird der Körper von einer speziellen Weste, einem Auftriebsgurt oder einer Poolnudel getragen, gelaufen wird also ohne den Boden des Beckens zu berühren. Das ist anstrengender als Joggen an Land, aber deutlich schonender für die Gelenke, die Bänder und die Wirbelsäule. Aqua-Jogging ist daher gerade auch für Menschen mit Gelenkproblemen, Rückenleiden und Übergewicht eine gute Möglichkeit, sich schonend und effektiv zu bewegen.

Und Gymnastik? Geht auch im Schwimmbecken. Die Übungen werden meist in zirka 1,20 Meter tiefem Wasser geturnt. Hilfsmittel wie Poolnudeln aus Schaumgummi, Schwimmbretter oder Styroporhanteln fördern mit ihrem Auftrieb den Trainingseffekt. Beim Aqua-Aerobic pusht flotte Musik die Motivation. Viel Spaß und ordentlich Kondition verspricht auch Aqua-Bouncing. Das Springen auf dem 1x1 Meter großen Unterwassertrampolin stärkt die Muskeln und verbessert zudem die Koordination. Wer ausdauernd hüpft, kann bis zu 1000 Kilokalorien pro Stunde verbrennen.  

Den Body formen mit Boot und Brett

Viele Badeseen laden zu einer Bootsfahrt ein. Dort kann man ein Tret- oder Ruderboot mieten – oder sein eigenes Schlauchboot zu Wasser lassen. Rudern kräftigt vor allem Arme, Rücken und Rumpf; flottes Treten in die Pedale kommt Bein- und Pomuskulatur zugute. Beides ist gut für das Herz-Kreislauf-System und kurbelt die Fettverbrennung an. Wichtig dabei: auf
ein gleichmäßiges Tempo und einen geraden Rücken achten.

Ein besonders cooler Fitmacher ist Windsurfen, bei dem man scheinbar mühelos seinen Body trainiert. Dass die Anstrengung beim Windsurfen nicht so groß erscheint, liegt an der Ablenkung durch Wind und Wellen sowie daran, dass nahezu jeder Muskel zum Einsatz kommt, jedoch kaum eine einzelne Muskelgruppe extrem beansprucht wird. Es braucht also jede Menge Körperspannung, um auf dem Brett zu stehen und das Segel in den Wind zu halten. Geschult werden dabei das Gleichgewicht und die Geschicklichkeit. Natürlich verbraucht Surfen auch ordentlich Kalorien.

Stark im Trend und mindestens genauso effizient ist Stand Up Paddeln (SUP). Dabei steht der Sportler wie ein venezianischer Gondoliere auf einem Surfbrett und bewegt sich mit dem Paddel fort. Mit dem speziellen SUP-Board kann er sowohl im stillen Flachwasser als auch in wilder See mit Wellengang surfen. Dieser Wassersport verbessert ebenfalls den Gleichgewichtssinn und die Körperspannung, er gibt kräftige Arme und schlanke Beine – und macht obendrein viel Spaß.  

Kalorienkiller an Ufer und Beckenrand

Beim Packen der Badetasche den Ball nicht vergessen –sei es ein aufblasbarer Wasserball, ein kleiner aus Plastik, ein Volley- oder Fußball. In vielen Schwimmbädern, auch an manchem Badesee, gibt es extra Beach- oder Volley­ballplätze. Mit Sonne auf der Haut, warmem Sand oder weichem Gras unter den Füßen kommt so richtig Urlaubsfeeling auf. Ein solcher Untergrund erfordert zudem hohen Krafteinsatz und verbraucht reichlich Energie. Das bringt den Körper top in Form und ordentlich zum Schwitzen – wie gut, dass das Wasser nur ein paar Schritte entfernt ist.

Weniger Freifläche brauchen Spiele wie Federball oder Cross-Boccia, bei dem man gefüllte Stoffsäckchen anstelle von Kugeln wirft. Wer darüber hinaus Geschicklichkeit und Konzentration üben möchte, kann versuchen, auf Holzstämmen oder Schwemmholz zu balancieren. Oder seine Slackline mitbringen. Das stabile Band lässt sich im Nu zwischen zwei Bäume spannen. Darauf zu stehen oder gehen ist eine echte Herausforderung an den Gleichgewichtssinn. 

Ob Schwimmen, Aqua-Fitness oder Stand Up Paddeln – Sport im Wasser trimmt nicht nur die Muskeln und verbraucht Kalorien, nebenbei stärkt er auch das Immunsystem, verbessert die Lungenfunktion und regt den Stoffwechsel an.

Ob Schwimmen, Aqua-Fitness oder Stand Up Paddeln – Sport im Wasser trimmt nicht nur die Muskeln und verbraucht Kalorien, nebenbei stärkt er auch das Immunsystem, verbessert die Lungenfunktion und regt den Stoffwechsel an.

Wichtig!

Auf Sonnenschutz achten:

Kopfbedeckung und Sonnenbrille sind ein Muss für alle, die draußen Sport machen. Gerade am Wasser spürt man die Kraft der Sonne nicht so stark, da von dort kühlere Luft aufsteigt. Zugleich reflektiert Wasser die UV-Strahlung und erhöht so die Sonnenbrandgefahr. Pflicht ist daher auch eine wasserfeste Sonnencreme, am besten aus der Naturkosmetik. Die schützt mit mineralischen Pigmenten. Konventionelle Produkte enthalten meist auch chemische UV-Filter. Die können in die Haut eindringen und stehen im Verdacht, wie Hormone zu wirken. Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen!

Regeln für den Badesee:

Damit der Aufenthalt am Badesee unbeschwert verläuft, unbedingt die Warnzeichen, Hinweisschilder und gekennzeichneten Zonen vor Ort beachten sowie die allgemeinen Sicherheitsregeln. Sie lauten: Nicht alleine schwimmen. Vor dem Baden abkühlen. Keine Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich. Vorsicht beim Baden in unbekannten Gewässern! Besonders in Flüssen und Seen können Strömungen und starke Winde sogar gute Schwimmer überfordern. Kleine Kinder nie aus den Augen lassen.

Webtipp

www.seen.de
Dort finden Sie Badeseen in Ihrer Nähe, mit Kurzbeschreibung und Hinweisen zu Freizeitangeboten und zur Wasserqualität.
www.sup-guide.de Dort erfahren Sie alles rund ums Stand Up Paddeln.