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Fitness & Gesundheit

Aroha: Kraftvoll und sinnlich zugleich

© Fotos: Bernhard Jakszt
© Fotos: Bernhard Jakszt

Das Fitnessprogramm Aroha ist inspiriert von einem Tanz der neuseeländischen Maori. Es kombiniert ausdrucksstarke, kraftvolle Bewegungen mit entspannenden, fließenden Elementen – für ein neues Körpergefühl. // Manuela Gotthartsleitner-Wagner (Fotos: Bernhard Jakszt)

Bernhard Jakszts Geschichte klingt so faszinierend wie das Fitnessprogramm Aroha, das er entwickelt hat: Viele Monate verbrachte er in Neuseeland, wo er einen Maori persönlich kennenlernen durfte. „Dieser Krieger war ein großer Meister der Traditionen und brachte mir den Haka bei“, erzählt der 48-Jährige. „Bei diesem Tanz werden Bewegungen und Schreie mit all der Kraft ausgeführt, die einem zur Verfügung steht.“ Die Maori schöpfen dabei auch aus der „Kraft der Ahnen“, genauer gesagt ihrer Fähigkeit, deren Liebe zu spüren. Zurück in Deutschland wirkten die gewonnenen Eindrücke nach. Es folgten Gespräche mit Freunden, über Jahre entstanden viele Ideen, schließlich stand der Plan: Jakszt kombinierte Haka – übersetzt „HA der Atem und KA die Explosion“ – mit Elementen des traditionellen Kung-Fu und Tai-Chi. Alles zusammen wurde schließlich Aroha, was in der Sprache der Maori Liebe bedeutet.

Beim Training werden ausdrucksstarke kraftvolle Bewegungen mit sanften, entspannenden Elementen verbunden. „Es ist ein Spüren der Kraft und ein anschließendes wieder Loslassen“, beschreibt Jakszt die Fitnesseinheiten. Es sei eben nicht Adrenalin pur, wie bei den meisten Fitness-Workouts. Nein, das Training bewirke vielmehr, dass man sich hinterher ausbalanciert fühlt.

Einfach zu erlernen

Die Bewegungen bleiben in einem einfachen Tempo und gehen fließend inein­ander über. Die Teilnehmer erleben die geschmeidigen Elemente und erfahren ein neues Körpergefühl. Das Workout ist für alle Altersgruppen geeignet, weil die Bewegungen gelenkschonend und die Choreografien auch für Einsteiger einfach zu erlernen sind.

Durch die speziellen Bewegungen werden besonders die Oberschenkel- sowie die Gesäßmuskulatur beansprucht. Das Training wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus und kurbelt die Fettverbrennung an. Zusätzlich werden die Schulter-, Bauch- und Oberarmmuskeln gefestigt. Auch wer einfach nur Stress abbauen oder mal ordentlich Dampf ablassen will, ist hier richtig, denn bei Aroha dürfen die Teilnehmer auch den ein oder anderen kräftigen Schrei beim Training ausstoßen.

Eigens komponierte Musik

Ein wesentliches Element von Aroha ist die Musik, die Bernhard Jakszt zusammen mit zwei Komponisten aus Deutschland für die Workouts komponiert hat. In die Klänge fließen verschiedene Musikstile und Instrumente ein. Der Dreivierteltakt schafft eine außergewöhnliche Atmosphäre. „Die speziell für Aroha komponierte Musik hilft mir in die Bewegungen und versetzt mich in eine Stimmung, noch mehr von meiner Kraft sichtbar machen zu wollen“, beschreibt Jakszt das Gefühl in seinem Buch „Ein Krieger sein“.

Die Anfänge von Aroha liegen nun etwa zehn Jahre zurück. Inzwischen hat Jakszt Anhänger in ganz Deutschland und Eu-ropa. Aroha läuft in Fitnessstudios, auch mancher Sportverein bietet Kurse an.

Spiel mit dem Aroha-Stick

Eine Variante des Fitnessprogramms ist das Training mit dem Aroha-Stick. Der verwendete Stab ist inspiriert vom „Taiaha“ der Maori, einer gefährlichen Nahkampf-Waffe. Bei den Workouts werden Aroha-Choreografien mit Elementen des Stockkampfes kombiniert, die verschiedenen Formen der Selbstverteidigung entlehnt sind. Dabei ist spielerische Kampfeslust gefordert.

Jakszt hat mit seinem Fitnessprogramm noch einiges vor. In großen Städten hat er bereits einige „Big Days“ veranstaltet, an denen Hunderte gemeinsam Aroha praktizieren – und es werden mehr. Ob die Begeisterung für Aroha wohl so lange währen wird wie Jakszts Liebe zu Neuseeland? Seit mehr als 20 Jahren reist er regelmäßig dort hin.

Was ist ...?

Haka ist ein ritueller Tanz der Ureinwohner Neuseelands, der Maori. Er wird häufig als Kriegstanz bezeichnet, denn bewaffnete Krieger nutzen seine speziellen Laute, Schritte und den Rhythmus, um Feinde einzuschüchtern. Übersetzt bedeutet Haka jedoch einfach „Tanz“ oder „Tanz mit Lied“ und ist ein allgemeiner Begriff für alle Arten von Maori-Tänzen. Männer wie Frauen tanzen ihn auch, um Gäste zu begrüßen und zu unterhalten. Aroha ist vom Haka inspiriert.

Tai-Chi ist eine Kampfkunst aus China und wird mit „die höchste Hand/Faust“ übersetzt. Es umfasst Aspekte wie Gesundheit und Meditation, Selbstverteidigung und die persönliche Entfaltung. Langsam und gleichmäßig werden festgelegte Bewegungsabläufe ausgeführt und auch eine spezielle Atemtechnik trainiert. Vom Tai-Chi hat Aroha seine fließenden und konzentrierten Elemente übernommen.

Kung-Fu bedeutet im Chinesischen ursprünglich „Etwas durch harte und geduldige Arbeit Erreichtes“. Das traditionelle Training ist daher sehr streng und anspruchsvoll. Kung-Fu bezeichnet auch die Arbeit an der eigenen Person. Aroha hat ihm Elemente wie das Kicken, das Schlagen mit offener Hand und das Nachahmen von Tieren in verschiedenen Angriffs- und Verteidigungsposen entnommen.

Mehr Infos zu Aroha unter www.aroha-academy.de

Erschienen in Ausgabe 01/2015