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Fitness & Gesundheit

Eiszauber in der City

© istockphoto- Yuri Arcurs
© istockphoto- Yuri Arcurs

Schlittschuhlaufen macht Spaß und hält fit – ob auf Eisflächen in der Stadt oder auf zugefrorenen Seen. // Manuela Gotthartsleitner-Wagner

Wann hatten Sie zuletzt die Schlittschuhe an, als Kind? Dann nichts wie ab in die City: Immer mehr Städte legen in den Wintermonaten Kunsteisbahnen an, vor historischer Kulisse oder dem modernen Einkaufscenter. Ob nach der Arbeit oder in der Mittagspause, die städtischen Flächen laden meist ganztägig zum Schlittschuh-Spaß ein. Besonders stimmungsvoll wird’s abends, wenn die Lichter festlich funkeln. Und für Partyfreunde gibt’s am Wochenende häufig eine Eis-disco mit Musik.

Von Hamburg bis München

Die Schlittschuhe mitschleppen ist nicht nötig, die gibt es meist vor Ort zu leihen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Am Rande der Eisbahnen laden Buden zu Glühwein oder einem Imbiss ein. Größte Openair-Bahn hierzulande ist die Eisarena mitten in Hamburg: Auf 4 300 Quadratmetern Fläche kann man dort seine Runden drehen. Die Eisbahn „Essen on Ice“ auf dem Kennedyplatz der Ruhr-Metropole hat mit ihrem funkelnden Lichternetz in der vergangenen Saison an die 100 000 Besucher angelockt. Besonderen Glanz verstrahlt auch der „Münchner Eiszauber“ am historischen Karlsplatz.
Wer den Rummel nicht so mag, kann in guten Wintern natürlich auch auf zugefrorenen Seen seine Runden ziehen. Achtung: Die Eisdecke sollte mindestens 15 Zentimeter dick sein. Auf offiziellen Plätzen zeigen Hinweisschilder an, ob die Fläche betreten werden darf. Auch im Internet gibt es dazu Informationen. Alternativ fluten manche Gemeinden im Winter große Wiesenflächen, auf denen man ebenso idyllisch und ohne Einbruchgefahr an der frischen Luft dahingleiten kann. Nicht vergessen: eine Thermoskanne mit Tee!

Erst „eiern“, dann gleiten

Eislaufen macht nicht nur Spaß, sondern baut auch Stress ab, bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und hilft, Fett zu verbrennen. Bei den gleitenden Bewegungen wird die Muskulatur der Lenden-, Becken- und Hüftregion beansprucht und damit die Wirbelsäule stabilisiert. Die ruhigen Abläufe schonen Bandscheiben und Gelenke, da die Füße sanft aufkommen und nicht so hart, wie etwa beim Joggen. In erster Linie arbeiten zwar die Beine, wer aber fleißig die Arme mitschwingt, trainiert gleich auch noch die Rumpfmuskulatur.
Sie wagen sich das erste Mal auf Eis? Zum Üben schwören Schlittschuhlehrer auf die Methode des „Eierlaufens“. Die Übung heißt so, weil die Kufen dabei eiförmige Spuren auf dem Eis hinterlassen. Sie ist gar nicht so schwer zu erlernen: Beide Füße bleiben fest am Boden und werden gleichzeitig auseinandergedrückt und dann wieder zueinandergezogen. Dabei nimmt man langsam Fahrt auf.

Wer diese Technik beherrscht, kann dazu übergehen, abwechselnd auf je einer Kufe vorwärts zu gleiten. Herrlich, wenn das erstmal klappt und Sie Ihren Rhythmus gefunden haben. Dann fällt es nicht schwer, mit jedem Schwung den Alltag ein Stück hinter sich zu lassen.

Info – Gut gerüstet aufs Eis

  • Ob drinnen oder draußen: Die Kleidung sollte warm halten und zugleich genug Bewegungsfreiheit bieten.
  • Für Kinder und Anfänger, die es häufiger hinhaut, empfiehlt sich eine Schnee- oder Regenhose als Nässeschutz, ebenso ein Helm. Auch wer rasanter auf dem Eis unterwegs ist, kann ihn zur Sicherheit tragen.
  • Handschuhe sind Pflicht! Ohne sie besteht die Gefahr, sich bei einem Strz Schnittwunden zuzuziehen. Nicht vergessen: Bei Minusgraden warme Socken an die Füße!
  • Hockey- oder Kunstlaufschuhe? Das ist vor allem Geschmackssache. Für die ersten
  • Versuche auf dem Eis am besten Schlittschuhe leihen, um festzustellen, welches Modell zu einem passt. Kurse für Anfänger bieten die örtlichen Eissportvereine an, manchmal auch die Betreiber der City-Eisflächen.
  • Beim Schlittschuhkauf auf Qualität achten, denn gute Schuhe sind Voraussetzung für ein echtes Eislaufvergnügen. Die Größe muss exakt passen, sonst fällt es schwer, das Gleichgewicht zu halten. Die Schuhe sollten also fest am Fuß sitzen, aber nicht drücken, und dem Knöchel guten Halt geben.
  • Die Kufen regelmäßig schleifen lassen, so fährt es sich besser.

Eiszauber in der City
(© Patrick Schwalb, Klaus-Peter Baaske, Peter Wieler / EMG-Essen Marketing GmbH)

Links: Geselligkeit auf dem Eis: Die Eisflächen in der City von Hamburg (oberes Bild) und München (unteres Bild) ziehen viele Besucher an.

Rechts: Unter einem funkelnden Lichternetz kann man auf dem Kennedyplatz in Essen über eine 1 000 qm große Kunsteisfläche gleiten.