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Kurz notiert

Kurz notiert 01|2019

Rizinus

Pflanzenkosmetik (© Dina & Sodi/Vainillaychile - iStockphoto)
(© Dina & Sodi/Vainillaychile - iStockphoto)

Rizinus, oder auch Ricinus Communis, ist ein Phänomen: Umgangssprachlich wird die Pflanze entweder ehrerbietend als „Wunderbaum“ und „Palma Christi“ bezeichnet – oder auch schnöde als „Läuse-“ oder „Hundsbaum“. Die Pflanze war ursprünglich in Afrika und Indien beheimatet. Charakteristisch sind ihre sieben- bis elfzipfeligen Blätter. In den glatten oder stacheligen Früchten reifen jeweils drei der giftigen Samen mit schwarzbrauner Zeichnung heran. Der Ruf der Pflanze ist so widersprüchlich wie ihre Namen, und ihre mannigfaltigen Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten werden oft verkannt: Ihre Samen sind hochgiftig – schon 15 davon wirken bei einem Erwachsenen tödlich.

Völlig ungiftig ist dagegen Rizinusöl, das aus den Samen gepresst wird. Es ist vor allem als Abführmittel bekannt. In Europa diente es lange Zeit als Brennöl. Schon die Ägypter und Griechen schätzten Rizinus aber auch als Heilpflanze und Schönheitselexier. In der Naturkosmetik wird Rizinusöl häufig eingesetzt, um den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu steigern. Es dringt tief in die Haut ein und unterstützt die Kollagen-Produktion. Außerdem soll es Wimpern neuen Schwung verleihen. In dekorativer Kosmetik fördert es die Haftung auf der Haut. Und: Neuerdings werden Bio-Fasern für Bekleidung aus Rizinusöl gefertigt. Höchste Zeit für einen Imagewandel!


Bewusstes Gehen hilft gegen Stress

„Mindful Walking“, also achtsames Gehen, hilft dabei, psychischen Druck zu mindern. Mediziner der Berliner Charité fanden heraus: Wer regelmäßig bewusst geht, kommt zur Ruhe.


Energie für wintermüdes Haar

Sechs Tropfen Rosmarinöl mit einem Teelöffel Kokosöl mischen. Nach dem HaarE waschen auf Haaren und Kopfhaut verteilen, dann mit klarem Wasser ausspülen.


Whamisa und MargeuxGut kombiniert

Während im Gesicht die  Tuchmaske der Naturkosmetik-Marke Whamisa einwirkt, genießt der Rest des Körpers die Wärme im kuscheligen Poncho Margeux von Thought.

 


5 Minuten

Mehr Zeit brauchen Frauen im Bad als Männer. Sie braucht 35,3 Minuten, er 29,6 Minuten.

 


Helfen macht gesund und zufrieden

Wer sich ehrenamtlich engagiert, der fühlt sich gesünder und zufriedener als andere Menschen. Britische Forscher haben mehr als 66.000 Interviews ausgewertet. Etwa 21 Prozent der Befragten gaben an, ehrenamtlich tätig zu sein. Und: Je häufiger sie im Einsatz für die gute Sache waren, desto zufriedener waren sie – auch noch im Alter von 80 Jahren. Am wenigsten zufrieden waren laut den Forschern diejenigen Befragten, die noch nie ein Ehrenamt ausgeübt hatten. Allerdings scheint die positive Wirkung erst im Lebensalter ab 40 einzusetzen. In jüngeren Jahren bringt das Engagement kein nennenswertes Plus an Zufriedenheit, ergab die Studie.


Siegel kurz erklärt

Cosmos Certified Siegel

Cosmos ist ein europäischer Standard für Naturkosmetik, auf den sich 2010 fünf nationale Standardgeber geeinigt haben. Zu ihnen zählt auch der deutsche Branchenverband BDIH mit seinem Siegel für kontrollierte Naturkosmetik. Cosmos garantiert, dass die Produkte ohne Inhaltsstoffe aus Erdölchemie hergestellt wurden. Nicht erlaubt sind zudem gentechnisch gewonnene Zutaten, Nanoteilchen (mit einer Ausnahme für mineralische UV-Filter) sowie Tierversuche. Cosmos-Naturkosmetik besteht aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen, die mit physikalischen oder schonenden chemischen Verfahren hergestellt wurden. Beträgt der Bio-Anteil der verwendeten Pflanzen mehr als 95 Prozent, darf der Schriftzug Cosmos Organic auf die Verpackung. Ansonsten heißt es Cosmos Natural, jeweils zusätzlich zum Logo des nationalen Verbandes.

https://cosmos-standard.org


Weleda bekommt Award für Nachhaltigkeit

Bei den Sustainable Beauty Awards 2018 wurde der Schweizer Naturkosmetik-Hersteller Weleda in gleich zwei Kategorien ausgezeichnet: Als „Sustainability Pioneer“ und in der Kategorie „Sustainability Leadership“. Für den Award waren Hersteller aus aller Welt nominiert.

www.sustainablebeautyawards.com


Rezept gegen Frierkatzen-Füße

Frischen, klein gehackten Bio-Ingwer in eine Tasse mit heißem Wasser geben, Saft einer halben Zitrone und eine Prise Cayennepfeffer einrühren.


WaschmaschineDamit das Wasser wieder sauber wird

Pro Jahr landen in Deutschland 977 Tonnen Mikroplastik im Abwasser. Das ergab eine Studie des Fraunhofer-Instituts. Weil Kläranlagen Teile von unter 5 Millimetern nicht abfangen, gelangen sie in unsere Gewässer. Das Mikroplastik stammt aus herkömmlicher Kosmetik wie Peelings oder löst sich beim Waschen aus Kleidung mit Polyester-, Acryl- und Gore-Tex-Anteilen. Umweltschützer empfehlen, auf Naturfasern wie Leinen und Baumwolle umzusteigen. Denn: Laut Greenpeace weisen bereits 60 Prozent der Nordseegarnelen Plastikteile auf. Und auch wir nehmen sie zu uns: übers Trinkwasser, mit Honig und Bier. Übrigens: In Schweden ist der Verkauf von Kosmetik, die Mikroplastik enthält, seit 2018 verboten. Der Anfang vom Ende ist also gemacht!

 


Weniger ist chick (© artisteer – iStockphoto)Weniger sieht schick aus

Fast jeder von uns besitzt zu viele Kleider. Nicht nur alte. Sondern auch Fehlkäufe oder doppelte Ausführungen von Blusen, Pullis, Hosen. Mit diesem Buch zu Öko-Mode wollen Kirsten Brodde und Alf-Tobias Zahn dazu anregen, weniger Kleidung anzuschaffen und den gewonnenen Platz im Schrank verantwortungsvoll zu nutzen.

Oekom Verlag, 15 Euro

(Jeans: © artisteer – iStockphoto)

 


Webtipp

Wissen, was drin ist

Die Codecheck-App Hilft dabei zu prüfen, ob ein Produkt Parabene, Silikone oder Mikroplastik enthält.

www.codecheck.com


Hausrat (© Fahroni - iStockphoto)Mach mit

Zweites Leben für die Dinge

Auf den Blick in den vollgestopften Keller folgt oft die Frage: „Wohin mit all den Sachen?“ Darauf gibt es eine gute Antwort. Einfach auf der Website www.wohindamit.org die eigene Postleitzahl eingeben und die Kategorien jener Dinge anklicken, die man loswerden möchte: Schon erfährt man, bei welchen sozialen Einrichtungen und Sammelstellen Elektronik, Spielsachen, Kleider und Hausrat gebraucht werden.

www.wohindamit.org