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Naturkosmetik-Wissen

Auf die Tube gedrückt: Zahncreme

Plastik in der Zahnpasta? Nicht mit Naturkosmetik! Womit sie die Zähne reinigt. // Tanja Suhr

Haben Sie eine Lieblingszahncreme? Oder stehen Sie jedes Mal, wenn die Tube leer ist, wieder vorm Regal und können sich nicht für eine Sorte entscheiden? Kein Wunder, die Auswahl im Drogeriemarkt ist ja auch riesengroß. Die Inhaltsstoffe, mit denen solche Produkte schäumen und strahlend weiß machen sollen, sind jedoch nicht selten ungesund – oder schaden der Umwelt. Dabei kann man Zähne und Zahnfleisch auch ohne Chemie effektiv pflegen.   

Wer das erste Mal mit naturkosmetischer Zahncreme putzt, wird merken, dass sie im Mund nur wenig schäumt. Denn sie verzichtet auf aggressive Tenside wie Natriumlaurylsulfat, das in herkömmlichen Zahncremes zwar für reichlich Schaum sorgt, aber die empfindlichen Schleimhäute reizen kann. Auch Kunststoffkügelchen als Putzkörper – Mikroplastik genannt – kommen bei Naturkosmetik nicht in die Tube. Sie gelangen mit dem Abwasser in die Umwelt, wo sie Meerestieren schaden – auf lange Sicht vielleicht auch uns.

Mit Kräuterkraft gegen Bakterien

Naturkosmetik verwendet stattdessen milde Tenside auf pflanzlicher Basis und natürliche mineralische Putzkörper wie Kieselsäure, Salz oder Heilkreide. Die entfernen bakterielle Beläge gründlich, ohne dabei den Zahnschmelz anzugreifen. Meersalz ist in Zahncremes auch beliebt, weil es schädliche Säuren neutralisiert und den Speichelfluss anregt – und damit die natürlichen Abwehrkräfte im Mundraum. Die meisten Natur-Zahncremes enthalten zudem Kräuter wie Salbei, Hamamelis, Kamille oder Myrrhe, die antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Natürliche ätherische Öle sorgen für Frische und angenehmen Geschmack.

Ob als Creme oder Gel, mit Fluorid oder ohne, ayurvedisch oder mit Vitamin B 12-Zusatz – auch im Naturkosmetik-Regal gibt es Zahncremes für unterschiedliche Bedürfnisse. In einigen stecken Extrakte des Neem-Baumes, dessen Zweige in Indien traditionell zur Zahnpflege dienen. Andere sind mentholfrei und dadurch während einer homöopathischen Behandlung geeignet. Fast schwarz kommt Zahnpasta mit Aktivkohle aus der Tube. Die pflanzlichen Kohlepartikel sollen die Zähne schonend reinigen, polieren und sogar aufhellen. Eines haben alle Natürlichen gemein: Sie verzichten auf künstliche Farb- und Geschmacksstoffe.

Warenkunde Zahnpasta: Hersteller

1 Vegan: Das Zahngel Vitamin B 12 von Sante kann über die Mundschleimhaut zur Vitamin B 12-Versorgung beitragen. 2 Besänftigend: Die Zahncreme von Eco Cosmetics hilft bei Zahnfleischproblemen mit Schwarzkümmelöl. 3 Basisch: Die Droste-Laux Basische Zahncreme neutralisiert Säuren mit Rügener Heilkreide. 4 Schonend: Das homöopathieverträgliche Zahngel von CMD mit grünem Tee ist ideal für empfindliche Zähne, mit Pfirsichgeschmack. 5 Aufhellend: Die Village Cosmetics Aktivkohle Zahnpasta wirkt mit Aktivkohle aus Kokosnüssen und vulkanischer Tonerde. 6 Zitrusfrisch: Mit ätherischem Zitronenöl hält die Zahncreme mit Heilerde von Cattier das Zahnfleisch gesund. 7 Aromatisch: Die Eucalyptus Toothpaste von Urtekram reinigt und schützt mit Naturkreide, Aloe vera, Myrrhe und Eukalyptusöl. 8 Ayurvedisch: Gleich 24 ayurvedische Pflanzenextrakte stecken in der Apeiron Auromère Kräuter-Zahncreme. 9 Basisch: Das Fitne Sole Zahngel reinigt sanft mit Natursalz und Kräuterextrakten und ohne Pfefferminz und Menthol. 10 Kräftigend: Die Granodent Neem Zahncreme von Dr. Grandel stärkt empfindliches Zahnfleisch mit dem Rindenextrakt des Neem-Baumes.

(© Tabea Mathern)

 

Milchzähne pflegen

Schon ab dem ersten Zahn ist Putzen angesagt. In der Naturkosmetik gibt es dazu weiche Gele, die sich – sparsam dosiert – leicht auf den Zähnchen verteilen lassen. Dank besonders feiner Putzkörper reinigen sie noch sanfter als die Zahncreme der Eltern. Und damit den Kleinen die Zahnpflege mehr Spaß macht, sind häufig Bio-Fruchtextrakte von Himbeere, Erdbeere oder Apfel darin.

Um systematisch Putzen zu lernen, hat sich für Dreijährige die KAI-Methode bewährt: Erst die Kauflächen, dann die Innenseiten und zuletzt die Außenseiten reinigen. Wie´s genau geht, erfahren Sie zum Beispiel auf www.zahn.de.