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Naturkosmetik-Wissen

Bäume machen schön!

Alle Fotos © istockphoto
Alle Fotos © istockphoto

Bäume haben eine ganz besondere Energie und Heilkraft. Immer öfter kommen ihre Wirkstoffe auch in Naturkosmetik zum Einsatz. Wir stellen Ihnen die interessantesten Wunderbäume vor. // Bettina Levecke

Linde

Hautglättender Trostspender

LindeUnter ihrem Dach wird alles gut: Seit vielen Jahrhunderten feiern Menschen unter den leuchtend
 grünen Kronen altehrwürdiger Tanz- und Dorflinden. Die Linde ist ein menschenfreundlicher Baum, der nicht nur Schatten, sondern auch Trost und Freude spendet. Diese besänftigende Wirkung zeigt sich auch bei den Inhaltsstoffen: Lindenextrakte beruhigen strapazierte Haut und glätten Stress- und Knitterfältchen. Für schnelle Frische und einen rosa Schimmer sorgt frischer Lindenblütentee: Einfach Kompressen mit warmem Tee tränken und 10 bis 15 Minuten auf das Gesicht legen.

Kastanie

Gesundmacher mit Spezialeffekten

KastanieMit ihren imposanten Blütenständen ist die Rosskastanie im Frühjahr der absolute Hingucker. Im Herbst bringen ihre glänzenden Früchte Kinderaugen zum Leuchten. Früher gab es in jedem Dorf eine Kastanie, denn auf die heilende Wirkung der Früchte wollte niemand verzichten. Die Extrakte der Kastanie helfen vor allem bei Venenschwäche und sorgen in Wickeln, Bädern oder Salben dafür, dass müde Beine wieder munter werden. Waschungen mit abgekochter Kastanienrinde wirken adstringierend und lindern entzündliche Hautprobleme. In Pflanzenhaarfarben sorgen Kastanienpigmente für einen rotbraunen Schimmer.

Weide

Besänftigendes Stehaufmännchen

Weide Egal, wie oft man sie zurückschneidet: Mit ihrer Lebenskraft schießt die Weide sofort wieder empor und streckt ihre schlanken Ruten wie eine Umarmung in den Himmel. Früher war Weidenrindensud ein bekanntes Hausmittel gegen Schmerzen und Entzündungen, denn die Weide produziert Salicin, eine natürliche Vorstufe des Anti-Kopfschmerz-Wirkstoffs Acetylsalicylsäure. In der Naturkosmetik werden Weidenrinden­extrakte aufgrund ihrer antiseptischen und harmonisierenden Eigenschaften besonders in der Gesichtspflege für leicht fettende Haut eingesetzt. Eine Spülung mit frischem Weidenblätter-Tee besänftigt – regelmäßig angewandt – auch die Talgproduktion auf der Kopfhaut und mindert so Probleme mit Schuppen und Juckreiz.

 

Ginkgo

Asiatischer Beschützer

GinkoSeine Wurzeln gehören nach Asien – doch auch in Europa fühlt sich der Ginkgo wohl. Bis zu 250 Millionen Jahre lassen sich seine Spuren zurückverfolgen, damit zählt er zu den Dinosauriern unter den Bäumen. Seine fächerförmigen Blätter und essbaren Samen sind fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. In der Kosmetik kommen Ginkgo-Extrakte in Cremes zum Einsatz, sie schützen die Haut vor freien Radikalen und kurbeln die Durchblutung an.

Birke

Jungbrunnen zum Entschlacken

BirkeSchlank streckt sich ihr weißer Stamm in die Höhe. Die Birke steht für Jugend und Fruchtbarkeit und wird traditionell in vielen Dörfern Deutschlands als bunt geschmückter Maibaum aufgestellt. Auch in der Kosmetik steht sie ganz im Zeichen des Anti-Aging: Extrakte aus jungen Birkenblättern in Ölen und Lotionen straffen und glätten die Haut und mildern Cellulite. Birkenshampoos und Kuren stärken den Haarwuchs. Innerlich angewendet wirkt die Birke entschlackend und reinigend: Dafür mindestens drei Wochen lang täglich einen Liter Birkentee trinken.

Affenbrotbaum

Afrikanischer Feuchtigkeitsspender

AffenbrotbaumEin weiterer exotischer Wunderbaum ist der afrikanische Affenbrotbaum, der Baobab. In der afrikanischen Volksmedizin verwendet man sämtliche Bestandteile. Bei vielen Stämmen darf er in keinem Dorf fehlen. Die Bewohner glauben, dass dort die Ahnen wohnen und sie vor Unheil und Krankheit schützen. In der Naturkosmetik kommen die Baumrinde und die Blätter vor allem in Fußpflegeprodukten zum Einsatz, da sie eine antibakterielle, pilzhemmende und feuchtigkeitsspendende Wirkung haben. Der Baum mit dem dicken Stamm und den kleinen Ästchen liefert zudem viele Antioxidantien, Vitamine und Fettsäuren.

Buchtipps

  • Wolf Dieter Storl: Pflanzen der Kelten. Heilkunde, Pflanzenzauber, Baumkalender. AT-Verlag. 366 Seiten, 25,90 Euro
  • Renato Strassmann: Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume. Freya Verlag. 424 Seiten, 29,80 Euro
  • Erwin Thoma: Die geheime Sprache der Bäume. Und wie die Wissenschaft sie entschlüsselt. Ecowin Verlag. 208 Seiten, 21,90 Euro

Produkte mit Baumextrakten

1 Vitalisierend: Honig-Kräuter Pflegelotion mit Ginkgo von Eubiona 2 pflegend: Fuß & Hornhaut Aktiv Balsam von Apeiron 3 belebend: Kastanien-Entlastungsbad von Weleda 4 Regenerierend: Ayana Gesichtscreme von Tautropfen 5 ausgleichend: Balance Reinigungsgel von Heliotrop 6 Aktivierend: Birken Arnika Pflegeöl von Dr.Hauschka 7 feuchtigkeitsspendend: Vitamincreme Bio-Linde von Logona 8 straffend: Augenkonturengel für Männer von Melvita 9 Entzündungshemmend: Baobab Fußbad von Martina Gebhardt