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Naturkosmetik-Wissen

Das fruchtet!

© Frau jumpfoto / Obst: istockphoto
© Frau jumpfoto / Obst: istockphoto

In Sachen Haut- und Haarpflege dürfen wir tief in den Obstkorb greifen: Ob Zitrone, Himbeere oder Pflaume – in zahlreichen Früchten stecken ganz besondere Beauty-Wirkstoffe.// Stefanie Schmitz - Fotos: iStockphoto

Himbeere

• Lippenpflege mit Himbeergeschmack oder eine Gesichtscreme mit Himbeerduft – das erinnert uns an heimliches Früchtenaschen in Nachbars Garten und warme Sommerabende. Aber die sinnliche Himbeere steuert nicht nur ihren Duft und ihr Aroma in der Naturkosmetik bei, sondern spielt ungeahnte Stärken aus. Oder wussten Sie, dass Himbeersamenöl laut einer kanadischen Studie einen hohen, natürlichen Lichtschutzfaktor haben soll? Dass es entzündungshemmend auf geschädigte Haut wirkt und nur so strotzt vor Vitamin E?

HimbeereDie milde Säure des Fruchtfleisches entfernt Hornschüppchen und sorgt für ein klares Hautbild. Eine geballte Ladung „beerenstarker“ Vitalstoffe liefern übrigens auch Exoten wie die Acai-Beere aus Brasilien oder die Goji- und Shisandra-Beere aus China.

Pfirsich

• Er ist unser Beauty-Vorbild. Wir alle möchten gerne in seiner weichen und glatten Haut stecken. Und was braucht so eine pralle Pfirsichhaut vor allem? Ganz viel Feuchtigkeit.

PfirsichAlso muss ein Öl her, das die Hautbarriere stärkt, um die Feuchtigkeit auch in den tieferen Hautschichten dauerhaft zu binden. Und dieses Öl kommt direkt aus dem dicken Pfirsichkern. Es enthält über 90 Prozent ungesättigte Fettsäuren und wird zum Beispiel in der Sonnenpflege eingesetzt. Pfirsichextrakt aus der Frucht verfeinert das Hautbild und sorgt außerdem für duftende und glänzende Haare.

 

Granatapfel

Granatapfel• Dieses leuchtende Rot, diese pralle Saftigkeit, diese überreiche Fülle an Samen. Der Granatapfel stand schon bei den alten Ägyptern und Griechen für Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und Schönheit – und das Jahrtausende vor der Erfindung des Begriffs „Anti-Aging“. Heute belegen Studien: Das Öl aus den Samen regt das Zellwachstum an und repariert Schäden in tieferen Hautschichten, Extrakte aus der Schale fördern den Aufbau von Kollagenfasern. Die Haut wird glatter und straffer dank des natürlichen Wirkstoffcocktails aus sekundären Pflanzenstoffen und feuchtigkeitsbewahrender Punicinsäure.

Traube

Traube• Eine echte Multitasking-Frucht für jeden Hauttyp. Traubenextrakt beruhigt gerötete oder sonnenverbrannte Haut. Die Linolsäure im Traubenkernöl ist außerdem ein wirksamer Feuchtigkeitsbewahrer bei Trockenheit, gleichzeitig macht Lecithin das Öl leicht und damit ideal für fettige und Mischhaut. Aber das beste kommt noch: Jede einzelne pralle Traube ist ein kleines OPC-Kraftwerk. Oligomere Proanthocyanide (sekundäre Pflanzenstoffe) stecken in Schale und Kernen und sind Superstars unter den zellschützenden Anti­oxidantien. Kein Wunder, dass sich schon die Menschen in der Antike die Mühe gemacht haben, das wenige Öl mühsam aus den Minikernen herauszupressen, und dass wir heute gerne ein paar Euro mehr für das hochwertige Traubenkernöl ausgeben.

Pflaume

Pflaume• Im vergangenen Winter war die Trendfarbe „Pflaume“ der Liebling der Visagisten. Das satte Lila, in dem die Früchte jetzt wieder am Baum leuchten, macht sich aber nicht nur gut auf Augenlidern und Fingernägeln, sondern auch in Pflegerezepturen. Denn die dafür verantwortlichen Pflanzenfarbstoffe sind wertvolle Antioxidantien, die unsere Haut vor vorzeitigem Altern schützen. Doch in der Pflaume steckt noch mehr: Aus ihrem harten Kern wird ein Öl gewonnen, das reich an Vitamin E ist. Ungesättigte Fettsäuren sorgen dafür, dass es gut einzieht und sensible und spröde Haut wunderbar geschmeidig macht. Das i-Tüpfelchen aber ist seine zarte Marzipannote. Sie lässt Pflegeprodukte auch ohne ätherische Öle gut duften, was sensible Naturen zu schätzen wissen.

Zitrone

Zitrone• Sauer macht glatt! Das wussten schon unsere Omas und rieben sich mit einer aufgeschnittenen Zitrone Gesicht, Hals und Dekolleté ein. Heutzutage greifen wir einfach zu Körperlotions, Pflegeölen oder duftigen Handcremes mit Zitronenöl. Es wirkt zum einen adstringierend, verfeinert also die Poren bei fettiger Haut. Seine große Ladung Vitamin C strafft, indem sie die Gefäßwände stärkt und die Kollagenbildung fördert. Und über die Nase bringt uns das ätherische Öl aus der Zitronenschale als I-a-Muntermacher richtig in Schwung. Auch die lieben Verwandten aus der großen Zitrusfrüchte-Familie wie zum Beispiel Limette, Orange oder Grapefruit ent­falten die doppelte Power als Duft- und Wirkstoff.

Papaya

Papaya• Die Exotin in unserem Beauty-Obstkorb ist bei den südamerikanischen Indiofrauen ein gängiges Heil- und Schönheitsmittel gewesen. Die Papaya wurde getrocknet, zu Pulver zerrieben und als Sonnenschutz aufgetragen. Kolumbus nannte sie „Frucht der Engel“. Ob er damals schon ahnte, dass sie neben viel Vitamin C und Beta-Carotin etwas Einzigartiges besitzt? Nämlich das entzündungshemmende Enzym Papain, das alte Hautzellen sanft ablösen kann. Man findet Papayaextrakt in verschiedenen Beauty-Produkten, von der Creme bis zum Deo. Wer Natur pur möchte, püriert eine reife Frucht und mischt etwas Honig darunter – fertig ist eine Gesichtsmaske mit sanftem Peelingeffekt.

Da stecken Früchte drin:
Gesichtsbalsam von Ghee Sana mit Pflaumenkernöl; Tages­creme Shisandra mit Pflaumenextrakt von Sante; Zitronen-Lemongras-Duschbalsam von Dr.Hauschka; Gesichtswasser Salbei Traube von Primavera; Sonnengel von Eco Cosmetics mit Pfirsichextrakt; Granatapfel Straffendes Serum von Weleda; Körpermilch Granatapfel & Cassis von Kneipp; Lippenbalsam Himbeere von Lavera; Handcreme von Apeiron mit Papayaextrakt